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  Dresden − Stadtzentrum & Stadtteile

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Albertplatz

Bauzeit: beginnend nach dem im Jahr 1817 vollendeten Abriss der Neustädter Stadtfestung
Architekt: Hofbaumeister Gottlob Friedrich Thormeyer
Aus der Geschichte: 1811: Abbruch des an diesem Ort stehenden Haupttores der Neustädter Stadtfestung ("Schwarzes Tor", "Lausitzer Tor") und Anlage des "Bautzner Platzes", wurde später nach König Albert von Sachsen (reg. 1873-1902) "Albertplatz" genannt (in der Zeit der DDR: "Platz der Einheit")
Merkmale: Städtischer Platz; Er galt im 19. Jahrhundert als einer der schönsten Rundplätze Deutschlands. Von den reich mit Bäumen ausgestatteten Grünflächen blieb einiges bis heute erhalten. Mit zunehmendem Verkehr wurde aus dem stillen Flanierplatz ein belebter Verkehrsknotenpunkt der Dresdner Neustadt. Von ihm gehen zehn Straßen sternförmig aus - auch die Hauptstraße und die Königstraße. Im Norden schließt sich die Äußere Neustadt (Antonstadt) an.

Albertplatz um 1930

Bild: Nordseite des Albertplatzes in der Zeit um 1930 (nach einem alten Foto, verändert); links das Hochhaus (damals auch "Ärztehaus" genannt), daneben die Mündung der Königsbrücker Straße


Nordseite des Albertplatzes Südseite des Albertplatzes

Bild oben: Nordseite des Albertplatzes; links die Mündung der Königsbrücker Straße (Hauptachse der Äußeren Neustadt / Antonstadt), vorn in der Bildmitte das "Tempietto" genannte Brunnenhäuschen




Bild links: Südseite des Albertplatzes (zwischen Hauptstraße und Königstraße)


Das erste Dresdner Hochhaus von 1929 am Albertplatz
Hochhaus am Albertplatz
Lage: Nordwestecke des Albertplatzes
Bauzeit, Architekt: 1928/29, Hermann Paulick
Merkmale: erstes Hochhaus Dresdens, unter Denkmalschutz, schmuckloser elfstöckiger Stahlbetonskelettbau, 40 m hoch, bei den Bombenangriffen im Februar 1945 teilweise beschädigt
Nutzung: vor dem Krieg wegen der vielen hier eingerichteten Arztpraxen auch "Ärztehaus" genannt, 1946-1996 Verwaltungssitz der Dresdner Verkehrsbetriebe, dann leerstehend, Nutzung als Hotel, Wohnhaus oder Bürohaus geplant

Bild: Hochhaus von 1928/29 am Albertplatz (im Zustand vor der Sanierung)


Landhausviertel
Bereich westlich des Albertplatzes, nach dem 1817 vollendeten Abbruch der Stadtfestung in Gartengrundstücke aufgeteilt, dann locker bebaut (z.B. mit typischen Biedermeierhäusern an der Theresienstraße, der Erna-Berger-Sraße, der Carolinenstraße und am Oberen Kreuzweg), war durch eine hohe Quadermauer (Akzisemauer) gegen die Innere Neustadt abgeschlossen

Albert-Theater (Neustädter Schauspielhaus)
einst bedeutendstes Bauwerk am Albertplatz, bei den Bombenangriffen im Februar 1945 ausgebrannt, 1948 abgebrochen (als Ersatz fungierte ab Juli 1945 die Tonhalle an der Glacisstraße, das "Kleine Haus der Staatstheater")

Villa Eschebach am Albertplatz
Villa Eschebach
Lage: Ostseite des Albertplatzes (am Eingang der Georgenstraße)
Bauzeit: 1901 für den Küchenmöbel-Fabrikanten Eschebach errichtet, bei den Bombenangriffen im Februar 1945 zerstört, bis 1997 wieder hergestellt
Merkmale: Stil des Neobarock

Brunnen am Albertplatz

Detailansicht der Brunnen Stille Wasser und Stürmische Wogen

Bild: Skulpturenschmuck der Brunnen "Stille Wasser" (oben) und "Stürmische Wogen" (unten)


Zwillingsbrunnen "Stille Wasser" und "Stürmische Wogen"
Lage: Zentrum des Albertplatzes
Bauzeit, Künstler: 1887-1894, Robert Diez (Brunnenaufsätze in der Dresdner Kunst- und Glockengießerei C. Albert Bierling gegossen)
Merkmale: Gehört zu den schönsten Brunnenanlagen Dresdens. Nur der östliche Brunnen "Stille Wasser" überstand die Bombenangriffe im Februar 1945. Am Ort des stark beschädigten, vom Institut für Denkmalpflege eingelagerten westlichen Brunnens "Stürmische Wogen" stand ab 1945 ein Sowjetisches Ehrenmal des Dresdner Bildhauers Otto Rost. Der rekonstruierte Brunnen kehrte erst 1994 an diesen Standort zurück.

Brunnen Stürmische Wogen auf dem Albertplatz

Bild: Brunnen "Stürmische Wogen" am Albertplatz


Brunnenhäuschen "Tempietto"
Lage: Mündung der Königsbrücker Straße
Bauzeit, Architekt: 1906-1912, Stadtbaurat Hans Erlwein
Merkmale: Artesischer Brunnen mit tempelartigem Aufsatz; Die artesische Quelle des Brunnens bezieht ihr Wasser aus 234 m Tiefe durch ein Bohrloch, das sich westlich des Hochhauses an der Antonstraße in einem kleinen Häuschen mit pyramidenförmigem Dach befindet. Im Süden Dresdens sickern die Niederschläge in die anstehenden kreidezeitlichen Schichten ein und strömen mit dem Nordostabfall der geologischen Mulde bis unter das Elbtal. Dieses artesisch gespannte Wasser wurde in den Jahren 1832-1836 mit einem Bohrer der Freiberger Zeche "Himmelsfürst" erschlossen. Seit der Rekonstruktion des Brunnens nach seiner Zerstörung bei den Bombenangriffen im Februar 1945 fließt das Wasser (einst etwa 560 l/min) nur noch spärlich.

Tempietto des Artesischen Brunnens auf dem Albertplatz
Häuschen über der artesischen Quelle am Albertplatz

Bilder: Brunnenhäuschen "Tempietto" auf dem Albertplatz (Bild links) und Häuschen der artesischen Quelle mit pyramidenförmigem Dach - westlich des Hochhauses an der Antonstraße stehend (Bild oben)


Denkmäler am Albertplatz

Erich-Kästner-Denkmal auf dem Albertplatz

Detail am Erich-Kästner-Denkmal
Erich-Kästner-Denkmal
Lage: Bronze-Denkmal an der Nordseite des Albertplatzes (vor dem Café Kästner)
Entstehungszeit, Künstler: 1987, Wolf-Eike Kuntsche

Der Schriftsteller Erich Kästner (1899-1974), der in seinen Büchern auch Kindheitserlebnisse in Dresden schildert, wurde nicht weit vom Albertplatz entfernt im Haus Königsbrücker Straße 66 geboren. Er wohnte im Haus Nr. 48, später Nr. 38.

siehe auch  Erich-Kästner-Museum


Bronzefigur Erich Kästners als Junge am Albertplatz
Kästner-Bronzefigur (zeigt Erich Kästner als Jungen)
Lage: auf einer Mauer an der Westseite des Albertplatzes nahe der Villa Augustin (wo Erich Kästner als Kind gespielt haben mag)
Entstehungszeit, Künstler: 1999, Mathyas Varga (Ungarn)


Schillerdenkmal auf dem Albertplatz
Schillerdenkmal
Lage: Süden des Albertplatzes
Entstehungszeit, Künstler: 1913, Selmar Werner
Merkmale: zeigt den Dichter Friedrich Schiller als antikisierende Statue aus weißem Marmor inmitten eines Marmorrundes (Umfriedung), dessen 9 Reliefs Szenen aus Schillers literarischen Werken zeigen
(in Dresden schrieb der Dichter unter anderem am Stück "Don Carlos" und an der berühmten "Ode an die Freude")

Reliefs an der Umfriedung des Schillerdenkmals

Bild: Innenseite der Umfriedung des Schillerdenkmals



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