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Zur Entstehungsgeschichte und Geologie des Elbsandsteingebirges

Schrammsteinfelsen 1 Das Elbsandsteingebirge ist eine Sandsteinkarst-Kor­ro­sionslandschaft. Der Sandstein ging aus Quarzsand-Ablage­rungen hervor, die sich in einem vor etwa 100 Mil­lionen Jahren (in der Kreidezeit) hier existie­renden Meer bildeten. Diese Sedimente verdichteten sich über Jahrmillionen hinweg zu Quarzsandstein.

Schrammsteinfelsen 2

Bilder: Felsen im Schrammsteingebiet


Am Ende der Kreidezeit hob sich die nördlich angrenzende Lausitzer Granitplatte um etwa 600 m und schob sich auf die bis zu 600 m mächtige Sandsteinplatte, wodurch diese zerbrach. Vulkanische Durchbrüche erzeugten in jener Zeit zahlreiche kegelförmige Erhebungen in der Landschaft, die noch heute besonders in Böhmen, aber auch in der Sächsischen Schweiz (z. B. Großer Winterberg) sichtbar sind.

Als sich im Tertiär der Südflügel des Erzgebirges um etwa 1.000 m hob, wurde auch die Sandsteinplatte mit hochgedrückt, schräg gestellt und gegen die Lausitzer Granitplatte gepresst. Weil dieser Druck in eine andere Richtung als der Druck bei der Hebung der Lausitzer Granitplatte wirkte, erhielt der Elbsandstein seine typische quaderförmige Struktur.

Aussicht von der Kleinen Bastei auf die Schrammsteine
Seit der Zeit des Tertiärs graben die Elbe und ihre Zuflüsse tiefe Schluchten in den weichen Sandstein der angehobenen und zerdrückten Platte hinein. Die heutige Felsenlandschaft ist der Rest, den die Erosion von der einstigen kompakten Sandsteinplatte übrig ließ. Auch das in der Eiszeit (in der Elsterkaltzeit vor 450.000 Jahren) bis in diese Gegend vorgedrungene Inlandeis formte die Landschaft. Es ließ in dem zu dieser Zeit schon 150 m tiefen Elbtal auch viel Geröll zurück. Aber auch der Wind, der jährliche und tägliche Temperaturwechsel und die Baumwurzeln waren an der Formung des wildromantischen Erosionsgebirges mit seinen malerisch-bizarren Felslandschaften beteiligt.

Bei den Erhebungen des Elbsandsteingebirges unterscheidet man "Steine" und "Berge". Die durch steile Felswände ausgezeichneten tafelbergartigen "Steine" (z. B. der Lilienstein, 415 m ü. NN, der Pfaffenstein, 429 m ü. NN, der Königstein, 361 m ü. NN, und der Große Zschirnstein, 561 m ü. NN) sind Reste der einst zusammenhängenden Sandsteinplatte. Als "Berge" werden dagegen alte Vulkankegel bezeichnet. Dazwischen erstrecken sich die "Gründe" genannten Schürftäler der (meist recht kurzen) Bäche des Gebietes. Außer den Tafelbergen (den "Steinen") gibt es auch stark zerklüftete Felsreviere - wahre Felslabyrinthe mit Türmen, Zinnen, Nadeln, Schluchten und Klammen (z. B. das Bastei-Umfeld und die Schrammsteine). Im Umland des Gebirges, 100 bis 120 m über dem Elbtal, erstrecken sich die mit Schotter- und Lehmdecken überzogenen, meist landwirtschaftlich genutzten "Ebenheiten".

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