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Vordere Sächsische Schweiz: Lilienstein

Lilienstein, von Rathen gesehenDer sich in einer großen Elbschleife erhebende Lilienstein ist der markanteste Tafelberg der Sächsischen Schweiz. Vom Ort Königstein ist er mittels Elbfähre und dann weiter zu Fuß zu erreichen. Das Gipfelplateau (415 m ü. NN), von dem sich eine herrliche Aussicht bietet, besitzt einen 80 m hohen steilen, aus stark zerklüfteten Felsen bestehenden Rand.
Lilienstein, von der Festung Königstein gesehen

Bilder: Lilienstein, von Rathen (links; mit Teleobjektiv) und von der Festung Königstein (unten) gesehen


Auf dem Tafelberg Lilienstein, der nur über schmale Brücken zu ersteigen ist, steht eine Berggaststätte. Hier sind auch Mauer- und Torreste einer mittelalterlichen böhmischen Befestigung zu sehen, die erstmals im Jahr 1379 erwähnt wird - im Jahr 1396 dann als veste Lilgenstein. Doch schon in der frühen Eisenzeit war der Lilienstein vorübergehend bewohnt. In späterer Zeit unterhielt die Wachmannschaft der Festung Königstein auf dem Lilienstein einen Beobachtungsposten. Zu den Bauwerken auf dem Plateau gehören auch ein kleiner Obelisk aus dem Jahr 1708 und die Wettinersäule aus dem Jahr 1889. Letztere war anlässlich der 800-Jahr-Feier des Hauses Wettin (der sächsischen Landesherren) aufgestellt worden.

Lilienstein, Teleobjektiv-Aufnahme von der Festung Königstein

Bild: Teleobjektiv-Aufnahme des Liliensteins von der Festung Königstein




Der Südaufstieg des Liliensteins war im Jahr 1709 anlässlich eines Besuches von August dem Starken (Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen, zugleich König August II. von Polen) angelegt worden. Der Nordaufstieg entstand um 1900 auf einem alten Pfad.
Im Jahr 1813 ließ Napoleon Bonaparte für militärische Operationen am Lilienstein die "Kaiserstraße 1813" anlegen. Hier bei Halbestadt gab es damals Elbübergänge für die aus der Lausitz kommenden Truppen. Napoleons General Vandamme sollte den Preußen, Österreichern und Russen den Rückzug von Dresden nach Böhmen versperren. Der Transport der Artillerie über den Polenzübergang misslang jedoch, so dass diese für die entscheidenden Kämpfe ausfiel.

Weiter stromauf, bei Prossen, gab es früher eine gefürchtete Stromschnelle, die Schnelle Furt. Die ersten Ausflugsdampfer wurden mit Seilen über diese Stelle gezogen.

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