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Abbau und Nutzung des Sandsteins

Der Elbsandstein wird seit dem 14. Jahrhundert genutzt. Um 1900 waren ca. 3.000 Arbeiter in 290 Steinbrüchen beschäftigt. Weil das Steinebrechen die Haupterwerbsquelle der Bewohner des Elbsandsteingebirges war, litten diese in Zeiten geringer Bautätigkeit, wie z. B. im Siebenjährigen Krieg (1756-1763), große Not.

Zwischen Wehlen und Rathen erstrecken sich die 1,5 km langen und bis zu 145 m hohen Weißen Brüche entlang der Elbe. Der Sandsteinabbau begann hier schon im 14. Jahrhundert. Große Felsstürze wie die von 1829, als 13 Steinbrecher verschüttet wurden, und von 1877 forderten zahlreiche Opfer unter den Steinbrechern. Im Jahr 1910 kaufte die "Vereinigung zum Schutze der Sächsischen Schweiz" den Steinbruch. Sie legte ihn still und bepflanzte das Gelände. Den letzten großen Felssturz gab es hier im Jahr 1964. Der zwischen Wehlen und Rathen - an den Weißen Brüchen vorbei - verlaufende Haldenweg gehört zu den schönsten Elbwanderwegen.

Die Katholische Hofkirche und die Frauenkirche in Dresden wurden aus Postelwitzer Sandstein gebaut. Die Postelwitzer Brüche wurden im Jahr 1907 stillgelegt.

Im 18. Jahrhundert erlangte der in der Region Pirna betriebene Sandsteinabbau eine große Bedeutung. Vor allem für die zahlreichen barocken Großbauten in Dresden waren die Steinbrecher tätig. Aber auch der Meißner Dom, das Brandenburger Tor in Berlin, das Rathaus von Antwerpen und das Kopenhagener Schloss Christiansborg sind aus Pirnaer Sandstein gebaut. Der Pirnaer Hartsandstein diente außerdem als Schleifmittel in der Holz- und Zellstoffindustrie.

Robert Sterl: Gemälde Steinbrecher

Bild: Gemälde "Steinbrecher" von Robert Sterl


Heute sind im Elbsandsteingebirge und im Raum Pirna noch sieben Sandsteinbrüche mit etwa 280 Beschäftigten in Betrieb. Für den Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche wurden große Mengen von Sandstein vor allem aus dem Postaer, dem Cottaer und dem Reinhardtsdorfer Steinbruch verwendet.

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