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Hintere Sächsische Schweiz: Schrammsteine

Blick von der Kleinen Bastei auf die SchrammsteineZwischen Bad Schandau und Schmilka erstreckt sich das beliebte Wander- und Klettergebiet der Schrammsteine, eine mehr als 4 km lange, sehr verwitterte und deshalb stark zerklüftete romantische Felsengruppe, die zu den markantesten Felsrevieren der Sächsischen Schweiz gehört. Man erreicht sie auf Wanderwegen von Bad Schandau, von Schmilka oder von einer der Haltestellen der Kirnitzschtalbahn aus.



Bild: Blick von der Kleinen Bastei auf die Schrammsteine


Schrammsteinbaude

Bild: Die östlich von Ostrau - direkt am Rand des Nationalparks Hintere Sächsische Schweiz - gelegene Schrammsteinbaude eignet sich als Ausgangspunkt für Wanderungen in das nahe Schrammsteingebiet.


Wanderweg durch die Schrammsteine

Bilder: Wildromantische Wanderwege im Schrammsteingebiet



Wanderweg durch die Schrammsteine
Wanderweg durch die SchrammsteineDer Trendsport Free Climbing, bei dem man ausschließlich mit der Kraft der Arme und Finger klettert und Haken nur zur Sicherung einschlägt, wurde im 19. Jahrhundert in den Schrammsteinen erfunden. Im Jahr 1913 erschien hier auch das erste Regelwerk für diese Sportart.
Aufgang zur SchrammsteinaussichtAufgang zur Schrammsteinaussicht

Bilder: Aufgang zur Schrammsteinaussicht


Auf der Schrammsteinaussicht

Bild: Auf der Schrammsteinaussicht


Schrammsteinaussicht nach Westen

Bild: Schrammsteinaussicht nach Westen (rechts der Falkenstein)



Falkenstein, von der Schrammsteinaussicht gesehenDer Falkenstein (378 m ü. NN) ist mit seinen 80 m hohen glatten Wänden und etwa 90 Aufstiegen der beliebteste Kletterfelsen der Region. Im Jahr 1864 wurde er von Schandauer Turnern bestiegen. Schon im (Spät-) Mittelalter war auf ihm eine Signalwarte eingerichtet, die im Jahr 1456 als Besitz der Herrschaft Wildenstein erwähnt wird. Erhalten blieben der Wächterraum sowie Treppen und Falze.



Bild: Falkenstein, von der Schrammsteinaussicht gesehen


Schrammsteinaussicht - Panorama

Bild: Panorama der Schrammsteinaussicht nach Norden


Schrammsteinaussicht nach Süden

Bild: Schrammsteinaussicht nach Süden (der unten fließende Elbstrom ist nicht sichtbar; am Horizont ist das enge Tal des Elbdurchbruches durch das Bergland zu sehen)


Wanderweg im Schrammsteingebiet

Bild: Wanderweg im Schrammsteingebiet


Beliebte Wanderziele im Umfeld der Schrammsteine sind der Zahnsgrund, die Aussichtsplattform der Breiten Kluft, der Rauschenstein, der Aussichtspunkt "Hohe Liebe", das Schwarze Loch, der Großvaterstuhl, der Schrammsteingratweg und der Teufelsturm (ein schwieriger Klettergipfel). Die Brosinnadel ist ein besonders beeindruckender Gipfel. Auf dem Rauschenstein nördlich von Schmilka blieben Reste einer mittelalterlichen Burg (Falze, ein Unterstand und Balkenrinnen) erhalten. Im Mittelalter diente diese Anlage als Signalwarte zur Überwachung der Elbschifffahrt.

Von den Schrammsteinen führen beliebte Wanderwege am Carolafelsen (453 m ü. NN) und dem Kleinen Winterberg (499 m ü. NN) vorbei zu dem direkt an der tschechischen Grenze gelegenen Großen Winterberg (556 m ü. NN). Auf diesem Basaltkegel, dessen schöner Rotbuchenwald zu den letzten Vorkommen des einst in den oberen Lagen des Elbsandsteingebirges verbreiteten Urwaldes gehört, steht eine Berggaststätte.

Aussicht vom Kuhstall auf das Winterbergmassiv

Bild: Blick von Norden (vom Kuhstall-Gebiet) über den Hinteren Wildensteiner Wald auf das Winterbergmassiv (links der Kleine Winterberg, in der Mitte der Frienstein, rechts die Affensteinen mit dem Bloßstock)



Frienstein, vom Kuhstall gesehenIn den Hinteren Schrammsteinen und in dem von Schmilka bis zu den Affensteinen mit dem Bloßstock reichenden Winterbergmassiv sind besonders viele Klettergipfel zu finden. An der nur auf einem schmalen Pfad erreichbaren Idagrotte befindet sich ein malerischer Rastplatz.



Bild: Frienstein, vom Kuhstall-Gebiet mit dem Teleobjektiv gesehen


Kuhstall-Aussicht auf die Affensteine

Bilder: Affensteine und Bloßstock, vom Kuhstall-Gebiet mit dem Teleobjektiv gesehen, im Hintergrund die Schrammsteine


Affensteine, per Teleobjektiv vom Kuhstall gesehen
Auf dem beliebten Aussichtsberg Frienstein - auf den Speichenhörnern westlich vom Kleinen Winterberg gelegen - sind Reste einer mittelalterlichen Burg, der Sperrfeste Vorderes Raubschloss, mit Balkenfalzen, Mauerresten, Höhlen und Steinstufen zu finden. Auf dem Gipfel gab es eine Signalwarte mit Sichtverbindung zum Neuen Wildenstein, der Hauptburg des böhmischen Rittergeschlechts Berken von der Duba.

Zur Herrschaft des Heinrich Berke von der Duba (Mitte des 15. Jahrhunderts) gehörten die Städte Neustadt und Sebnitz sowie 18 Dörfer. Ebenso wie die Herren von Winterstein und von Arnstein (Reste der Burg Arnstein - des Ottendorfer Raubschlosses - blieben erhalten) unternahm er Raubzüge auf den Handelswegen des Elbsandsteingebirges und der "Hohen Straße" in der Oberlausitz sowie Überfälle auf die umliegenden Dörfer, bis der sächsische Kurfürst und der Oberlausitzer Sechsstädtebund die Raubritterburgen eroberten und zerstörten.

Das erstmals im Jahr 1279 urkundlich erwähnte Hintere Raubschloss vor den Bärfangwänden, die Burg der Ritter von Winterstein, gehörte ab 1379 zur böhmischen Pflege Pirna. Die zur Raubritterburg mutierte Feste wurde im Jahr 1442 durch den Oberlausitzer Sechsstädtebund gekauft und zerstört. Von ihr blieben auf drei Fels-Etagen Höhlen, Treppen, Mauerreste, die Zisterne und ein ausgehauenes Gemach erhalten.

Das sehr urwüchsige Gebiet um den Großen Zschand, ein Naturschutzgebiet, zeichnet sich durch mächtige Felsen und tiefe Täler aus. Die im Jahr 1642 errichtete Hütte Zeughaus diente einst der Aufbewahrung von Jagdutensilien. Heute ist hier eine Freiluftgaststätte zu finden. Die Wege an den Wänden des Heringsgrundes bei Schmilka sollten nur schwindelfreie Wanderer benutzen. Von der Goldsteinaussicht hat man einen großartigen Ausblick.

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