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Stadt Sebnitz

Die am Nordrand des Elbsandsteingebirges nahe der tschechischen Grenze gelegene Stadt Sebnitz (270-410 m ü. NN, ca. 10.000 Einwohner) war am Ende des 12. Jahrhunderts von Einwanderern aus Mainfranken am Ort des alten sorbischen Dorfes Sabniza angelegt worden. Die Leineweberei machte die Stadt weltbekannt. Die Sebnitzer Zeuge wurden im 18. Jahrhundert in ganz Westeuropa gehandelt und auch nach Nordafrika und sogar Westindien geliefert. Im Jahr 1869 zählte man etwa 2.000 Webstühle im Ort. Im Jahr 1827 ging in Sebnitz eine Papierfabrik in Betrieb.

Manufaktur "Deutsche Kunstblume" SebnitzDie von böhmischen Einwanderern um 1835 eingeführte Kunstblumen-Herstellung machte das einstige Ackerbürger- und Leineweberstädtchen weltweit bekannt. Die Sebnitzer präsentierten ihre Kunstblumen erstmals im Jahr 1847 auf der Leipziger Messe. Um 1900 beschäftigten die Sebnitzer Kunstblumen-Manufakturen fast 15.000 Arbeiter. Im Zweiten Weltkrieg ruhte die Produktion, danach wurde sie mit etwa 5.000 Beschäftigten fortgesetzt. In den 1990er Jahren musste man sich jedoch der asiatischen Konkurrenz geschlagen geben. Die Kunstblumen-Manufakturen fuhren ihre Produktion auf einen geringen Umfang zurück, der lediglich noch der Wahrung der Tradition dient.

Bild: Manufaktur "Deutsche Kunstblume Sebnitz"


Das Heimatmuseum an der Bergstraße stellt die traditionelle Leineweberei und die Kunstblumenherstellung vor. In der Schauwerkstatt der benachbarten Seidenblumen-Manufaktur kann man der Herstellung von Kunstblumen zuschauen.

Fabrikgebäude in Sebnitz

Bild: Blick auf den Fluss Sebnitz, der eine Schleife um die Altstadt bildet; im Hintergrund ehemalige Fabrikgebäude, in denen heute u.a. Ladengeschäfte eingerichtet sind


Postmeilensäule auf dem Marktplatz Sebnitz Marktplatz Sebnitz
Marktplatz Sebnitz

Bilder: Der großzügig angelegte Marktplatz Sebnitz mit Postmeilensäule


Straße am Marktplatz SebnitzFischerarthaus in Sebnitz

Bild links: Schandauer Straße am Marktplatz Sebnitz;  Bild rechts: das künstlerisch gestaltete Fischerarthaus


In Sebnitz sind zahlreiche schöne Umgebindehäuser zu sehen. (Dieser in der Oberlausitz weit verbreitete Haustyp wurde speziell für den Betrieb der Webstühle entwickelt, die erhebliche Bodenschwingungen auslösten und deshalb eine spezielle Hauskonstruktion notwendig machten).

Fachwerkhaus in Sebnitz Fachwerkhaus in Sebnitz

Bilder: Fachwerkhäuser in Sebnitz


Peter-Pauls-Kirche und Rathaus SebnitzZur Innenausstattung der Sebnitzer Stadtkirche (Peter-Pauls-Kirche) gehören ein Renaissance-Altar und ein kelchförmiger Taufstein von 1586, Malereien von 1621 an der Kassettendecke und an den Emporen-Brüstungen sowie die in katholischer Zeit als wundertätig verehrte Sebnitzer Madonna, ein am Ende des 15. Jahrhunderts geschaffenes 1,40 m hohes Holzschnitzwerk.

Bild: Peter-Pauls-Kirche und Rathaus Sebnitz



Weitere Sehenswürdigkeiten von Sebnitz sind das Afrikahaus (Ausstellung zur Geschichte und Kultur Afrikas), der seit 1996 bestehende Urzeitpark am Mannsgrabenweg (etwa 350 Tierplastiken auf 12.000 m² Freifläche), das Dr.-Petzold-Kräutervitalbad (seit 1996) und das Modelleisenbahnmuseum (100 Jahre Modellbahngeschichte, Schau von TT-Anlagen im Maßstab 1:20).

Zu den beliebten Wanderzielen in der Umgebung gehören der Finkenberg und der Sebnitzer Wald.

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