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Vordere Sächsische Schweiz: Stadt Königstein

Etwa auf halber Strecke zwischen Stadt Wehlen und Bad Schandau befindet sich am linken (südlichen) Elbufer, an der Mündung des Flusses Biela in die Elbe, die Stadt Königstein (128 m ü. NN, etwa 3.000 Einwohner). Der im Jahr 1379 erstmals urkundlich erwähnte Ort (im Zusammenhang mit der Verpfändung des Kunigstein mit dem stetil durch König Wenzel IV. von Böhmen an Thimo von Colditz) gehörte zunächst zu Böhmen, ab 1459 dann zu Kursachsen. An diesem Ort könnte es schon in slawischer Zeit (etwa 600 bis 1000 u. Z.) eine Siedlung namens Kamenec (Stein) gegeben haben.

Die Stadt besaß das Marktrecht und die Gerichtsbarkeit (Schöffengericht). Vom 16. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts zählte die Weberei zu den Haupteinnahmequellen der Bewohner (bis zu 30 Meister waren tätig, es gab mehr als 40 Webstühle), außerdem die Steinbrecherei, Flößerei, Holzwirtschaft, Fischerei und Bierbrauerei. Ab dem 15. Jahrhundert waren auch Eisengießereien an der Biela in Betrieb. Seit Beginn der Personen-Dampfschifffahrt auf der Oberen Elbe im Jahr 1837 und des Eisenbahnverkehrs im Jahr 1851 ist Königstein ein bedeutender Fremdenverkehrsort.

Stadt Königstein - KircheDie im Stil des Barock gebaute einschiffige Stadtkirche St. Marien (Marienkirche) entstand zwischen 1720 und 1724 nach Plänen von George Bähr (Architekt der Dresdner Frauenkirche). Nach einem Brand erhielt sie in den Jahren 1810 bis 1823 eine neue klassizistische Innenausstattung - u. a. den großen Kanzelaltar in klassizistischer Säulenarchitektur. Am Aufgang zum Kirchplatz sind alte Hochwassermarken zu sehen.

Bilder: Königsteiner Stadtkirche St. Marien (links) und Fachwerkhaus neben der Stadtkirche (unten)


Stadt Königstein - Haus des Gastes neben der Kirche
Stadt Königstein - Denkmal für Julius OttoSehenswert ist auch der Schreiberberg, ein straßenartiger Platz mit Fachwerkhäusern und altem Straßenpflaster. An mehreren Häusern sind Gedenktafeln für berühmte Söhne der Stadt angebracht. Das Königsteiner Musikerarchiv bewahrt Schriftstücke der in der Stadt geborenen Komponisten Julius Otto, Georg Schumann und Camillo Schumann auf.


Bild: Denkmal für Julius Otto


Stadt Königstein - Fluss BielaDie Königsteiner Bierbrauerei besitzt eine lange Tradition. Im 18. Jahrhundert belieferte sie auch den kurfürstlich-sächsischen Hof.

In der Bielatalstraße steht eine Postmeilensäule von 1727. August der Starke ließ solche Richtungs- und Entfernungsweiser ab 1721 an den Landstraßen Sachsens aufstellen, die zu jener Zeit erstmals gründlich vermessen worden waren.


Bild: Fluss Biela in der Stadt Königstein


Stadt Königstein - Blick hoch zur FestungWestlich der Stadt Königstein steht auf einem Tafelberg, 240 m hoch über der Elbe, die Festung Königstein - eine der größten Festungen Deutschlands. Als Sächsische Staatsfestung diente sie den Sächsischen Kurfürsten und Königen als sichere Zufluchtsstätte, außerdem als sächsisches Staatsgefängnis und Aufbewahrungsort für die Dresdner Kunstschätze in Krisenzeiten. Von der Stadt ist die Festung über den (z. T. steilen) Latzweg (slaw. latz = Bergfläche) zu erreichen.


Bild: Blick von der Stadt Königstein hoch zur Festung Königstein


[ siehe auch: Festung Königstein ]


www.koenigstein-sachsen.de


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