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Festung Königstein: Kriegskaserne, Kriegslazarett, Friedrichsburg, Wehrgang, Geschossmagazin, Schatzkasematte, Blitzeichenplateau, Königsnase, Katholische Kapelle, Pestkasematte, Zobels Eck

Garnisonskirche und Kriegskaserne I der Festung Königstein
Die im Jahr 1889 gebaute beschussfeste Kriegskaserne I umfasst 10 gewölbte Räume und einen Kommunikationsgang. Darüber befanden sich die 4 Haubitzstellungen der Batterie VII (Haubitzen sind Geschütze, die - im Gegensatz zu Kanonen - im indirekten Richten, d.h. im "hohen Bogen" feuern, sodass sie hier aus dem Innenbereich der Festung heraus nach Westen schießen konnten).


Bild: Garnisonskirche, von Süden über den Gang der Kriegskaserne I gesehen


Gang der Kriegskaserne I der Festung Königstein

Bild: Gang der Kriegskaserne I (hinten der Turm der Garnisonskirche)


Zugang zur Kriegskaserne I der Festung Königstein

Bild: Südlicher Zugang zur Kriegskaserne I (1889)


Kriegslazarett der Festung Königstein

Bild: Das Kriegslazarett ist ein beschussfester Kasemattenbau aus den Jahren 1891 bis 1893 mit fünf Räumen und einem Kommunikationsgang. Oben links im Bild ist die im Jahr 1897 errichtete Kaserne B zu sehen. Sie diente zunächst als Wohnhaus für verheiratete Unteroffiziere, dann ab 1905 auch als Erholungsheim und Kurlazarett des sächsischen Militärs.


Friedrichsburg auf der Festung Königstein

Bild: An der Nordseite der Festung (unweit des Kriegslazaretts) befindet sich die Friedrichsburg. In den Jahren 1589 bis 1591 war sie als einer von acht Beobachtungstürmen der Festung gebaut und nach Kurfürst Christian I., dem Bauherrn der damaligen großen Erweiterung der Festung, Christiansburg genannt worden. Im Erdgeschoss befanden sich Geschützstände, und in dem damals über einen Wendelstein erreichbaren Obergeschoss war ein höfischer Festsaal eingerichtet. August der Starke ließ das Gebäude im Jahr 1731 in einen barocken Pavillon mit einem Festsaal für intime Hoffeste umbauen und zu Ehren von König Friedrich Wilhelm I. von Preußen, der im Januar 1728 auf dem Königstein zu Besuch gewesen war, in Friedrichsburg umbenennen. Zu jener Zeit war der Festsaal mit einem Hubtisch ausgestattet, der fertig gedeckt aus dem Keller herauf gefahren werden konnte. Heute wird der Saal als Feierraum und Standesamt genutzt.



Geschütz an der Friedrichsburg der Festung Königstein, von Osten gesehen

Bild: Östlich der Friedrichsburg ist ein Geschütz aufgestellt, eine halbe Kartaune (ein Vorderlader) für den Verschuss von 24pfündigen Eisenkugeln. Der Name Martius und das Widder-Medaillon verweisen darauf, dass es sich um eines der 12 Monatsrohre handelt (es gab auch die Alphabetserie und andere Serien zur Bezeichnung der Geschütze des 17. und 18. Jahrhunderts).


Nördlicher Wehrgang der Festung Königstein mit Friedrichsburg

Bild: Nördliche Festungsmauer mit Friedrichsburg


Kanone am nördlichen Wehrgang der Festung Königstein

Bild: Vom nördlichen Wehrgang der Festung bietet sich eine herrliche Aussicht über das Elbtal zum Lilienstein.


Aussicht von der Festung Königstein nach Norden

Bild: Aussicht vom Wehrgang der Festung nach Norden. Hinter dem S-förmigen Elbverlauf sind am Horizont die Basteifelsen bei Rathen zu sehen.


Lapidarium im Geschossmagazin der Festung Königstein

Bilder: Das Geschossmagazin ging aus einem der in den Jahren 1735/36 von Jean de Bodt gebauten sechs Pulvermagazinen mit beschusssicherem Sandsteingewölbe hervor. Im Jahr 1876 wurde es mit Erde ummantelt und nun Kriegspulvermagazin II genannt. Nach 1883 diente es als Lager für Artilleriegranaten (daher der Name Geschossmagazin). Die anderen fünf Pulvermagazine, die einem Beschuss mit moderner Artillerie nicht mehr hätten standhalten können, wurden damals abgebrochen. Das linke Bild gewährt einen Blick in den Innenraum - ein Lapidarium mit Grabsteinen, die von dem südwestlich der Festung gelegenen Garnisonsfriedhof stammen.



Geschossmagazin der Festung Königstein
Schatzkasematte der Festung Königstein

Bild: Die aus drei nebeneinander liegenden Tonnengewölben mit Verbindungsgang bestehende Schatzkasematte war im Jahr 1853 durch den Umbau einer von 1804 stammenden Kasematte geschaffen worden. Im Jahr 1884 wurde sie mit dem auch als Munitionslager genutzten Artillerie-Untertreteraum III überbaut (0,70 m dickes Sandsteingewölbe und 1,70 m dicke Erdaufschüttung).


Die "Königsnase" genannte Ostecke des Festungsplateaus gewährt einen herrlichen Ausblick über die Stadt Königstein hinweg. Hier befand sich bis 1731 ein ähnlich der alten Christiansburg gestalteter Wachturm, außerdem in früher Zeit auch ein Lastenaufzug für Warenanlieferungen aus der Stadt sowie zeitweilig eine Windmühle. Nördlich davon ist das Blitzeichenplateau gelegen, das bis 1956 Standort einer oft vom Blitz getroffenen 300jährigen Eiche war. Ein Blitzschlag tötete hier im Jahr 1925 drei Personen und verletzte 28 weitere. Unter dem Plateau befindet sich die seit dem 18. Jahrhundert bestehende Rosenkasematte, die am Ende des 19. Jahrhunderts in einen Artillerie-Beobachtungsstand umgebaut wurde.

Ruine der Katholischen Kapelle der Festung Königstein

Bild: Die im Jahr 1880 aus einem seit 1737 bestehenden Artillerie-Laboratorium erbaute Katholische Kapelle blieb infolge eines nach 1945 beginnenden Abbruchs nur als Ruine erhalten. Sie war für die katholischen Gefangenen auf der Festung gebaut worden, die nun nicht mehr nach Pirna zum Gottesdienst gebracht werden mussten. Im Jahr 1881 war sie mit einem kleinen Turm ergänzt worden, der im Jahr 1897 eine aus dem Metall erbeuteter französischer Geschütze gegossene Glocke erhielt. Hinter im Bild ist der Artillerie-Untertreteraum V zu sehen.


Artillerie-Untertreteraum 5 der Festung Königstein

Bild: Der im Jahr 1898 aus einem Munitionsladesystem umgebaute Artillerie-Untertreteraum der Batterie V ist einer der überall an den Batteriestellungen der Festung angelegten Schutzräume für die Artilleriemannschaften.


Aussicht von der Festung Königstein nach Osten

Bild: Aussicht vom südöstlichen Wehrgang nach Osten über die Stadt Königstein in das Elbtal. Hinten ist die "Königsnase" genannte Ostecke der Festung zu sehen. Am Fuß der Felsen befindet sich der im Jahr 1805 angelegte Patrouillenweg. In diesem Bereich bestieg der Schornsteinfegergeselle Sebastian Abratzky im Jahr 1848 unbefugt die Festung, um sich das damals recht teure Eintrittsgeld zu sparen.


Panorama der Aussicht von der Festung Königstein nach Südosten

Bild: Panorama der Aussicht nach Südosten: Rechts ist das Tal des Flusses Biela und hinten halbrechts der Pfaffenstein zu sehen. In der Mitte bilden Gohrisch und Papststein den Horizont.

Aussicht von der Festung Königstein nach Südosten

Bild: Aussicht nach Südosten (Ausschnitt aus dem obigen Panorama): Rechts ist der Pfaffenstein zu sehen, links davor der Ort Pfaffendorf, am Horizont der Große und der Kleine Zschirnstein, links davon Gohrisch, Papststein und die Kleinhennersdorfer Steine. Ganz links im Hintergrund verbergen sich der Große Winterberg und die Schrammsteine im Dunst.


Pestkasematte auf der Festung Königstein

Bild: Die für die Isolierung von Pestkranken gedachte Pestkasematte (eine solche Funktion ist aber nicht erwiesen) war nach 1680 - unter dem Eindruck der Epidemien in den Jahren 1640 und 1680 - etwa 8 m tief in einer Felsspalte an der Südostseite der Festung angelegt worden. Sie besaß einen Eingang, einen Luftschacht und eine Öffnung für das Herabreichen von Lebensmitteln. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erhielt sie eine Erdbedeckung und wurde nun als Artilleriebeobachtungsstand genutzt. Hinten im Bild ist einer der Wachtürme der südlichen Festungsmauer zu sehen, die um 1600 zusammen mit der Brustwehr gebaut worden waren.


Denkmal für König Georg auf der Festung Königstein

Bild: Nahe der "Pestkasematte" steht vor dem Wall der südöstlichen Batteriestellung das Denkmal für König Georg von Sachsen.



Festungswald der Festung Königstein

Bild: Das östliche Festungsplateau ist zu großen Teilen vom Festungswald bedeckt. In diesem befindet sich auch die wahrscheinlich schon im Spätmittelalter angelegte Parkzisterne (etwa 1500 m³ Inhalt, heute als Löschwasserreservoir genutzt) - eine von fünf Zisternen der Festung, die zum Sammeln von Regenwasser dienten.


Wehrmauer an der Südseite der Festung Königstein

Bild: Winkelig verlaufende Wehrmauer mit Wachtürmen an der Südseite der Festung


Kanone  am südöstlichen Wehrgang der Festung Königstein

Bild: Kanone am südöstlichen Wehrgang


Zobels Eck der Festung Königstein

Bild: Wehrgang nahe der "Zobels Eck" genannten Südecke der Festung. Bemerkenswert sind die gemauerten Überbrückungen der Felsschluchten.


Aussicht von der Festung Königstein in das Bielatal

Bild: Aussicht nach Südwesten in das Tal des Flusses Biela


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