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Stadt Pirna: Stadtkirche St. Marien (Marienkirche), Alte Knabenschule, Erlenpeterbrunnen

Vom Marktplatz gesehen steht hinter dem Canalettohaus die dreischiffige Stadtkirche St. Marien, eine der größten spätgotischen Hallenkirchen Sachsens. Sie war zwischen 1502 und 1513 von Peter Ulrich errichtet und nach dessen Tod zwischen 1513 und 1546 von Markus Ribisch und Wolf Blechschmidt fertiggestellt worden. Auch diese Kirche ist mit ihrem Turm und dem ungewöhnlich hohen Dach (mehr als 19 m hoch) auf dem oben erwähnten Gemälde Canalettos zu sehen. An der Südwestecke des Gebäudes steht der zwischen 1466 und 1479 gebaute, oben zwölfeckige Kirchturm. Seine Barockhaube besitzt er erst seit dem 18. Jahrhundert.

Stadtkirche Pirna

Bilder: Stadtkirche Pirna (Marien­kirche), gesehen vom Sonnenstein (Bild links) und vom Marktplatz (Bild unten)


Stadtkirche Pirna - Ostseite und Turm

Bild: Stadtkirche (Marienkirche), vom Kirchplatz (von Osten) gesehen, links der Erlenpeter­brunnen (1384) an der Alten Knabenschule (1583)


Erlenpeterbrunnen

Bild: Am Kirchplatz, neben der Stadtkirche, befindet sich an der Alten Knabenschule (1583) der Erlenpeterbrunnen, der im Jahr 1468 in einer Verleihungsurkunde von Kurfürst Ernst und Herzog Albrecht als Erllinpeter an der stadt mawer gelegen Erwähnung fand. Der Name des schon seit 1384 bekannten Brunnens erinnert an eine Erle, die einst an der Quelle stand. Die Figur des Erlenpeters ist eine Arbeit von Bildhauer Heinrich Schneider aus dem Jahr 1908.



(Schild: "Der Erlenpeter bin ich genannt. / Armen Leuten wohl bekannt. / Wer nicht Geld hat in seiner Tasche / Der trinkt mit mir aus meiner Flasche")

Schild am Erlenpeterbrunnen

Stadtkirche Pirna - Details am Nordportal
Stadtkirche Pirna - Nordportal

Bilder: Nordportal der Stadtkirche mit den Standfiguren Philipp Melanchthons und Martin Luthers sowie Beispiele für die zahlreichen Grabdenkmäler an der Außenmauer der Stadtkirche (unten)


Stadtkirche Pirna - Grabdenkmal
Stadtkirche Pirna - Grabdenkmäler Stadtkirche Pirna - Grabdenkmäler
Stadtkirche Pirna - Gewölbe und AltarDie Marienkirche besitzt eine wertvolle Innenausstattung (im wesentlichen nach Entwürfen von Peter Ulrich gestaltet). Das auf zwölf achteckigen Säulen ruhende prächtige Deckengewölbe zeigt noch die Ausmalung von 1546. Der erste Superintendent Antonius Lauterbach ließ die Gewölbe damals mit Motiven aus dem ersten und zweiten Buch Mose gestalten.
Stadtkirche Pirna - GewölbeDie großartigen Gewölbeverzierungen - ein feines Maschennetzgewölbe im Mittelschiff und Sternenmustergewölbe in den Seitenschiffen - sind wahrscheinlich von Georg von Maulbronn geschaffen worden. Im südöstlichen Seitenschiffbereich sind eine ungewöhnliche, schlangenförmig gestaltete Hobelspanrippe und eine vom Gewölbegrund gelöste Schleifenrippe zu sehen (s. Bild unten).


Hobelspanrippe und Schleifenrippe am Gewölbe der Stadtkirche Pirna
Stadtkirche Pirna - Gewölbe des ChoresDas Fischblasengewölbe der Chorapsis ist mit Darstellungen der vier Evangelisten geschmückt, wobei Lukas und Markus die Gesichtszüge von Martin Luther bzw. Philipp Melanchthon tragen. Eine Besonderheit sind die zwei (von ursprünglich zwölf) Baumstammrippen, an denen eine "wilde Frau" und ein "wilder Mann" empor klettern (s. Bild - unterer Rand).
Stadtkirche Pirna - Altar und Taufbecken
Der im Jahr 1611 von den Brüdern Michael und David Schwenke aus Pirnaer Sandstein geschaffene 10 m hohe manieristische Hauptaltar der Marienkirche gehört zu den bedeutendsten Bildhauerarbeiten der sächsischen Spät-Renaissance. Am Sockel sind die Geburt Jesu, das Abendmahl und die Kreuzigung dargestellt, in der Mitte die Sintflut und darüber die Auferstehung, an den Seiten Elias Himmelfahrt und die Jakobsleiter.

Der Taufstein von 1561, den schon Johann Wolfgang von Goethe wegen der prächtigen Sockelverzierung lobte (26 Figuren stellen den Tagesablauf eines Kindes dar), ist wahrscheinlich eine Arbeit des Bildhauers Hans Walther II.

Stadtkirche Pirna - Kanzel

Bild: Figurengeschmückte spätgotische Kanzel (1516-1525) in der Stadtkirche Pirna


Stadtkirche Pirna - Lesepult

Bild: Lesepult in der Stadtkirche Pirna


Stadtkirche Pirna - Emporen

Bild: Emporen im südlichen Seitenschiff der Stadtkirche Pirna


Stadtkirche Pirna - Gewölbe und Orgel

Bild: Orgelempore über dem Haupteingang der Stadtkirche Pirna





Stadtkirche Pirna - Ausgang
Stadtkirche Pirna - Epitaph

Bild: Beispiel für die zahlreichen sehenswerten Epitaphien bzw. Grabdenkmäler in der Stadtkirche und an ihrer Außenmauer



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