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Stadt Bautzen: Altstadt

Trotz der Kriegszerstörungen im Jahr 1945 blieben in Bautzen zahlreiche schöne Bürgerhäuser aus der Zeit vom Wiederaufbau nach dem großen Stadtbrand von 1634 bis zum 19. Jahrhundert erhalten (siehe auch Marktplatz). Die meisten dieser Häuser erfuhren seit 1990 eine sorgfältige Sanierung und z.T. auch Rekonstruktion.

Das Gersdorfsche Palais ist das ehemalige Stadthaus der Familie von Gersdorf. Hans von Gersdorf zu Weiche (1630-1692) hatte es sich um 1680 hier am Burgplatz bauen lassen (1992 umfassend restauriert). Der dreiachsige Risalit ist mit toskanischen Pilastern geschmückt, das Gersdorfsche Wappen wird von zwei Löwen gehalten. Im ersten Obergeschoss befinden sich eine Stuckdecke und die größte gewölbte Haushalle Bautzens.

Gersdorfsches PalaisWappen am Gersdorfschen Palais
Hans von Gersdorf zu Weiche gründete im Jahr 1681 eine Stiftung zur Förderung von Studenten, in der auch seine Sammlung von astronomischen Geräten, Druckgrafiken und Gemälden sowie seine umfangreiche Bibliothek enthalten und im Palais nutzbar waren. Im Jahr 1925 wurde die Bibliothek mit ca. 6.000 Bänden und 104 Handschriften (darunter auch wertvollen aus der Jan-Hus-Zeit, der Zeit der böhmischen Reformation des 15. Jh.) aus privater Hand an die Stadt Bautzen übergeben.

Haus am PetridomHaus nordwestlich des Petridoms, neben dem Domstift

Bilder: Häuser im Umfeld des Petridoms (Bild rechts: Haus westlich neben dem Domstift, im Bildhintergrund der Beginn der Schlossstraße)



Häuser an der Schlossstraße

Bild: Blick durch die Schlossstraße zum Matthiasturm der Ortenburg


Häuser an der Schlossstraße
Die Schlossstraße gehört zu den ältesten Siedlungsgebieten Bautzens (1377 als Viertel "Uff dem Irrenberg" erwähnt). Die heutige Bebauung stammt aus der Zeit nach dem Stadtbrand von 1634 (Nordseite, Renaissancestil) und der Zeit um 1700 (Südseite, Barockstil). An der Südseite befand sich von 1699 bis 1903 (bis zum Umzug als Goethe-Apotheke in die Goschwitzstraße) die Schlossapo­theke (sie und die Stadtapotheke waren die einzigen genehmigten Apotheken Bautzens).


Bilder links und unten: Häuser an der Schlossstraße


Häuser an der Schlossstraße
Häuser an der Schlossstraße
Stadtarchiv (Ständehaus) an der SchlossstraßeDas Bautzner Landhaus entstand in den Jahren 1667/68 an der Schlossstraße (am Ort eines 1664 abgebrannten Gebäudes) als Ständehaus der Oberlausitzer Landstände. Bis 1910 war hier die Landständische Bank, damals das größte Geldinstitut der Ober­lausitz, eingerichtet, dann im Ersten Weltkrieg ein Militärgefängnis. Nach 1945 diente das Haus als Arbeitsamt, dann ab 1947 als städtische Bücherei (1596 gegründet, heute Stadtbibliothek, größte Bibliothek der Oberlausitz) mit dem ehem. Ständesaal als Lesesaal.

Bilder: Stadtbibliothek und Stadtarchiv im ehem. Ständehaus an der Schlossstraße (links) und Gebäude am östlichen Abschluss der Schlossstraße (unten)


Gebäude an der Schlossstraße

Bürgerhaus der Innenstadt

Bild: Beispiel für die sorgfältig restaurierten Häuser des Innenstadtbereiches


Wendische Straße

Bilder: Blick durch die Wendische Straße zum Wendischen Turm, unten: Erker an der Wendischen Straße


Wendische StraßeErker an der Wendischen Straße
An der Gerberstraße (1404 als "Gerbergas" erwähnt) lebten die Bautzner Loh- und Weißgerber, die hier - außerhalb der Stadtmauern - ihr sehr geruchsintensives Handwerk betrieben. Die nahe Spree lieferte das erforderliche Betriebswasser. Die Straße, durch die die vom Spreeübergang an der Hammermühle kommende Handelsstraße Via regia (Hohe Straße) zum Schülertor der Stadt lief, taucht schon 1213 (Oberlausitzer Grenzurkunde) als "antiqua strata" (Alte Straße) und 1252 als "strata regia" (Königliche Straße) in den Urkunden auf.

Gerberstraße und GerberbasteiGerberstraße
Gerberstraße

Bilder: Gerberstraße im Norden der Altstadt, unterhalb der Gerberbastei (diese ist im oben links stehenden Bild zu sehen)


Haus an der Ecke Steinstraße

Bild: Haus an der Ecke Steinstraße (an der Liebfrauenkirche, gegenüber Reichenturm gelegen)


Rosenstraße

Bild: Blick in die Rosenstraße (östlich des Kornmarktes gelegen)


Haus an der Karl-Marx-Straße

Bild: Haus am Beginn der Karl-Marx-Straße (südöstlich des Kornmarktes im Bereich der Kornmarktpassagen gelegen)


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