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Stadt Bautzen - Vorstädte und Stadtteile: Äußere Stadtbereiche

Die 15 Stadtteile von Bautzen
Innenstadt: historischer Stadtkern innerhalb der ehem. äußeren Stadtmauer
Südvorstadt: südlich der Bahnstrecke Dresden-Görlitz
Westvorstadt: westlich der Spree (auch "Neustadt" genannt), seit 1922 auch das historische Dorf Seidau unmittelbar nördlich von Innenstadt und Ortenburg an der Spree
Gesundbrunnen: Neubaugebiet im Nordosten aus den 1970er Jahren
Nordostring: nördlich und östlich der Altstadt, meist Bürgerhäuser des 19. und frühen 20. Jahrhunderts
Ostvorstadt: südöstlich der Stadtmitte, meist Bürgerhäuser des 19. und frühen 20. Jahrhunderts sowie einige Siedlungen aus den 1930er Jahren, auch Siedlung Strehla und Neubaugebiet "Allendeviertel"
Teichnitz: im Norden mit den Dörfern Teichnitz, Neuteichnitz, Neumalsitz und Oehna
Nadelwitz: im Osten mit dem Dorf Nadelwitz sowie größeren Acker- und Waldflächen
Burk: im Nordosten am Ufer der Talsperre Bautzen
Oberkaina: im Süden mit den Dörfern Oberkaina und Boblitz
Niederkaina: im Nordosten mit den Dörfern Niederkaina und Basankwitz, beide am Albrechtsbach
Stiebitz: im Westen mit den Dörfern Stiebitz und Rattwitz
Kleinwelka: im Norden mit den Dörfern Kleinwelka, Großwelka, Lubachau und Kleinseidau
Salzenforst-Bolbritz: im Nordwesten mit den Dörfern Salzenforst, Bolbritz, Bloaschütz, Döberkitz, Löschau, Niederuhna, Oberuhna, Schmochtitz und Temritz (flächenmäßig größter Stadtteil)
Auritz: im Südosten mit dem Dorf Auritz und einem Teil von Jenkwitz

Nadelwitz (mit einigen Wohnsiedlungen und größeren Acker- und Waldflächen seit 1994 zu Bautzen gehörend, im Osten des Stadtgebietes am Albrechtsbach gelegen, ca. 260 Einwohner, höchster Punkt: Schafberg - 201,6 m ü.NN): 1345 als Herrensitz Nadillicz ersterwähnt, bis 1936 eigenständige Landgemeinde, dann nach Baschütz und 1979 nach Jenkwitz eingemeindet, im Norden das Gewerbegebiet Bautzen-Ost, an der Weißenberger Straße die ehem. Abfalldeponie Bautzen-Nadelwitz (2004 aufgelassen)

Oberkaina (mit Boblitz seit 1974 zu Bautzen gehörend, im Süden des Stadtgebietes am Boblitzer Wasser gelegen, ca. 830 Einwohner): 1436 als Obir Keyne ersterwähnt, Boblitz 1345 als Herrensitz Boblicz ersterwähnt, zwischen beiden Dörfern ein Granitsteinbruch; das Boblitzer Wasser entspringt zwischen Boblitz und Ebendörfel und mündet in den Albrechtsbach

Niederkaina (mit Basankwitz seit 1994 zu Bautzen gehörend, im Osten des Stadtgebietes am Albrechtsbach gelegen, ca. 520 Einwohner): Gedenktafel im Ort: bei der Schlacht um Bautzen im April 1945 verbrannt etwa 300 Soldaten einer Volkssturmkompanie in einer von einem sowjetischen Sonderkommando angezündeten Scheune

Prähistorisches Gräberfeld bei Niederkaina: v.a. der bronze- und eisenzeitlichen Lausitzer Kultur, Anfang des 19. Jahrhunderts beim Sandabbau gefunden, ab Anfang des 20. Jahrhunderts Ausgrabungen des Stadtmuseums Bautzen, 1948-1972 Rettungsgrabungen des Landesmuseums für Vorgeschichte Dresden wegen des Sandabbaus, im Gräberfeld am Schafberg Grabfunde vom Neolithikum bis zur Eisenzeit, hier mehr als 2.000 Bestattungen über etwa 2.000 Jahre (eine der größten Fundstätten Deutschlands), seit Besiedlung der Oberlausitz im Mesolithikum (7000-6000 v. Chr.) war der Schafberg ein zentraler Bestattungsort, in der Jungsteinzeit (Schnurkeramik 2.500-2.000 v. Chr.) ausgedehnter Friedhof mit Körperbestattungen, bis etwa 600 v.Chr. für Bestattungen genutzt, dann mehrere Jahrhunderte keine Gräber (keine Besiedlung?) nachweisbar, mehr als 20.000 Fundstücke erschließen prähistorische Kulturen im östlichen Mitteleuropa (vor allem Lausitzer Kultur: Gebiet Ostdeutschland, Polen, Tschechien und Slowakei), mehr als 600 Urnengräber aus dem bronzezeitlichen Abschnitt der Lausitzer Kultur, ca. 1.200 Urnengräbern der Billendorfer Stufe (früheisenzeitlicher Abschnitt der Lausitzer Kultur), ab ca. 1050 v.Chr. bestanden enge Beziehungen nach Böhmen und Mähren über mehrere Jahrhunderte; im Bereich des Gräberfeldes heute eine Kiesgrube und eine Mülldeponie, das Landesamt für Archäologie Sachsen gab unlängst umfangreiche Veröffentlichungen zum Gräberfeld am Schafberg heraus

Stiebitz (mit Rattwitz seit 1994 zu Bautzen gehörend, westlich des Stadtzentrums gelegen, ca. 550 Einwohner): Stiebitz war eines der alten Ratsdörfer von Bautzen, 1242 als Herrensitz des Martinus von Stewicz ersterwähnt, die Alte Dresdner Straße und die Neue Dresdner Straße (1820 fertiggestellt) führten durch den Ort, 1936 mit Rattwitz vereinigt, in Stiebitz Abzweig der Eisenbahn in das damals wenig erschlossene Gebiet nördlich von Bautzen, Rattwitzer Rittergut: unter dem brutalen Fronherren Abraham von Nostitz flohen die Fronbauern, das Gut verödete zeitweilig, bis vor wenigen Jahren war hier ein Altenheim eingerichtet, dann Leerstand

Salzenforst-Bolbritz (mit Bloaschütz, Döberkitz, Löschau, Oberuhna, Schmochtitz und Temritz seit 1999 zu Bautzen gehörend, im Nordwesten des Stadtgebietes gelegen, ca. 900 Einwohner): der Chorberg (266 m ü.NN) ist die höchste Erhebung des Bautzner Stadtgebietes, Teil einer Sand- und Kiesmoräne (hier auch Sand- und Kiesgewinnung), der südlich davon gelegene Lerchenberg war beim Autobahnbau abgetragen worden, dabei fand man Urnen, Siedlungsreste, Geräte, Waffen und einen Raseneisenerzvorrat mit Holzkohlelager, alle bis zu 4.000 Jahre alt (belegen Gebiet Bautzen als eines der ältesten der bedeutenden Siedlungsgebiete Ostdeutschlands), Salzenforst: Geburtsort des sorbischen Dichters Handrij Zejler (1804-1872; Denkmal von 1980) und des sorbischen Bildhauers Jakub Delenka (1695-1763), Salzenforst lag an der Hohen Straße (Via regia), hier auch Salzstraße genannt, im Bischof-Benno-Haus in Schmochtitz ist eine Katholische Bildungsstätte des Bistums Dresden-Meißen eingerichtet, Industriegebiet Salzenforst an der A4 (unter anderem derzeit modernste Aluminiumgießerei Deutschlands), in Sachsen begeht nur Salzenforst-Bolbritz Fronleichnam als gesetzlichen Feiertag (ist ansonsten kein gesetzlicher Feiertag im Freistaat)

Löschau (seit 1999 zu Bautzen gehörend, nordwestlich des Stadtzentrums nahe dem Bolbritzer Wasser gelegen, ca. 30 Einwohner): 1363 als Lessow ersterwähnt, auf dem Gut Löschau saß im 19. Jahrhundert die Adelsfamilie von Rein, der Ort wurde zusammen mit Salzenforst im Jahr 1999 nach Bautzen eingemeindet

Temritz (seit 1999 zu Bautzen gehörend, nordwestlich des Stadtzentrums am Temritzer Wasser gelegen, ca. 60 Einwohner): ehem. Straßendorf, der Ort fand schon 1225 die Ersterwähnung als Allodium Tymericz, Temritzer Wasser hier als Teich gestaut, Gutshof am östlichen Dorfrand

Auritz (seit 1999 zu Bautzen gehörend, östlich des Stadtzentrums gelegen, ca. 460 Einwohner): sehr altes Siedlungsgebiet, jungstein- und bronzezeitliches Gräberfeld, auch Funde aus der Zeit der Völkerwanderung, alter Verkehrsweg, Römermünze (aus der Zeit Konstantin des Großen 323-337) und Golddukaten von Ludwig dem Bayern (circa 1340) gefunden, Ort zu Beginn des 15. Jahrhunderts als Weritz bzw. Awricz ersterwähnt, 1950 mit Jenkwitz vereinigt, nach 1990 wurden in der Umgebung des Auritzer Gutshofes südlich des Ortszentrums viele Einfamilienhäuser gebaut (Bevölkerung seit 1990 mehr als verdoppelt), "Russensäule" auf der südlichen Ortsflur mit unbekannter Bedeutung

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