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Stadt Görlitz: Marienplatz, Naturkundemuseum, Dicker Turm, Annenkapelle, Görlitzer Kaufhaus

MarienplatzAm Marienplatz, dem Vorplatz des ehem. Frauentores, überwiegen Häuser aus dem späten 19. Jahrhundert.
Vom einstigen Frauentor der Stadtmauer, dem südlichen Stadtzugang, blieb am Marienplatz der runde, im Jahr 1305 erstmals erwähnte Dicke Turm (Frauenturm) erhalten. Er ist 45 m hoch und besitzt bis zu 5 m dicke Mauern, die im unteren, aus Grauwacke bestehenden Bereich noch aus der Entstehungszeit stammen. Der aus Backstein gemauerte Oberteil ist spätgotisch, die Haube (1565) zeigt sich im Renaissance-Stil.

Marienplatz, Dicker TurmDicker Turm
Wappen am Dicken Turm 
Der Dicke Turm trägt ein großes prächtiges Sandsteinwappen (1477, Briccius Gauske) der Stadt Görlitz (Görlitzer Stadtwappen ab 1433, von Kaiser Sigismund verliehen). Im Jahr 1856 war es von seinem Platz über dem Frauentor an diesen Ort umgesetzt worden. Zum Sandsteinwappen gehören eine Maria- und eine Barbara-Skulptur, ein Reichsadler, ein böhmischer Löwe und die Inschrift "Invia virtuti nulla est via" ("Kein Weg ist der Tapferkeit unmöglich").
Skulptur vor der AnnenkapelleAnnenkapelle
Die Annenkapelle (1508-1512, Stadtbaumeister Albrecht Stieglitzer) war als Privatkapelle für den Kaufherrn Hans Frentzel gebaut worden. Zu ihrer reichen und bildhauerisch bedeutenden Ausstattung gehört ein spätgotischer Skulpturenzyklus. Die Außenwand der Apsis trägt hochwertige Skulpturen mit Konsolen und Baldachinen, darunter die "Anna selbdritt". Auch die Büste des Baumeisters ist an den Konsolen zu sehen. Das Portal an der Annengasse zeigt eine vollplastische Verkündigungsdarstellung.

NaturkundemuseumIm Museumsgebäude am Marienplatz befinden sich die Ausstellungen des Staatlichen Museums für Naturkunde Görlitz (Am Museum 1, D-02826 Görlitz, www.naturkundemuseum-goerlitz.de). Dieses ging aus dem Museum der im Jahr 1811 als Ornithologische Gesellschaft gegründeten (1991 wiederbelebten) Naturforschenden Gesellschaft zu Görlitz hervor.
Zu den bedeutenden Sammlungen des Naturkundemuseums (die zum Teil auch im Humboldthaus am Demianiplatz untergebracht sind) gehören 15.000 präparierte Wirbeltiere, 1,5 Mio. Insekten, 12.000 Mineralien und ein Herbarium mit 100.000 Pflanzen, außerdem unzählige Vogeleier, Schnecken und Muschelschalen und Versteinerungen. Schwerpunkte der Ausstellungen sind die Tier- und Pflanzenwelt der Erde, die Erd- und Lebensgeschichte und die Geologie der Oberlausitz. Die Fachbibliothek verfügt über etwa 80.000 Bände. Die Wissenschaftler des Naturkundemuseums betreiben eine international anerkannte Grundlagenforschung in verschiedenen Gebieten der Speziellen Zoologie und Botanik (u.a. Bodentiere, Insekten, Mollusken, Wirbeltiere, Gefäßpflanzen, Pilze). Die Abhandlungen (Veröffentlichungen) des Museums erscheinen seit 1827.

Görlitzer KaufhausDas Görlitzer Kaufhaus (Warenhaus) wurde in den Jahren 1912/13 als "Grand Bazar zum Strauß" (anstelle des Gasthofes "Zum goldenen Strauß") vom Potsdamer Architekten Carl Schumanns nach dem Vorbild des Berliner Kaufhauses Wertheim (Leipziger Platz, Entwurf von Alfred Messel) gebaut. Besonders auch wegen der Kriegs­zerstörungen in anderen Städten ist es das älteste im Originalzustand erhaltene Großkaufhaus Sachsens. Außen zeigt es sich mit hohem Arkadengang und steiler, senkrecht gegliederter Fassade.
Görlitzer Kaufhaus, vom Marienplatz gesehen
Görlitzer Kaufhaus - InnenansichtDas im Jahr 1984 rekonstruierte Görlitzer Kaufhaus besitzt eine prächtige Innenausstattung, zu der ein großer Lichthof unter der bemalten Glaskuppel sowie Galerien auf drei Etagen, Holztreppen und Brücken gehören.

Görlitzer Kaufhaus - Innenansicht

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