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Stadt Görlitz: Waidhaus

WaidhausSüdlich neben der Kirche St. Peter und Paul steht hoch über der Neiße das Waidhaus (Renthaus) - der älteste Profanbau (nicht-kirchliche Bau) der Stadt. Dieses erstmals im 14. Jahrhundert erwähnte wehrhafte Gebäude mit Schießfenstern und wuchtigen Strebepfeilern an der Ostseite war auf dem Gelände des Freihofes böhmischer Dienstmannen errichtet worden. Dieser gehörte zu dem einst nördlich der Kirche stehenden Vogtshof.
Seinen Namen verdankt das Waidhaus dem ab 1529 in seinen Mauern gelagerten blauen Färberwaid, der zu den wichtigsten Handelswaren der Görlitzer Kaufleute gehörte. Im Erdgeschoss sind in den Putz geritzte Zeichen von Steinmetzen zu sehen, denn das Waidhaus diente auch als Hütte der Steinmetze des Pfarrkirchenbaus. Außerdem waren zeitweise auch die erste Görlitzer Druckerei, eine Bürgermeisterwohnung und ab 1728 der Schüttboden für das Zinsgetreide der stadtzugehörigen Dörfer im Haus eingerichtet. Heute hat hier das Fortbildungszentrum für Handwerk und Denkmalpflege e.V. seinen Sitz.

Das Waidhaus gehört zu den ersten nach 1990 restaurierten Gebäuden. Die modern wirkende blaugrau-weiße Fassadenfarbe ist etwas unglücklich gewählt. Vor allem von der Neiße gesehen wirkt diese farbliche Gestaltung sehr ungünstig. Ocker- oder Brauntöne hätten sicher besser zu dem Gebäude und seinem historischen Umfeld gepasst.

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