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Stadt Hoyerswerda: Übersicht

Tourist- und Stadtinformation:  www.hoyerswerda.de   www.hoyerswerda-altstadt.de

Die Stadt Hoyerswerda (115 bis 153 m ü. NN, Stadtgebiet mit eingemeindeten Ortschaften ca. 9 km mal 19 km groß, ca. 40.000 Einwohner; obersorbisch: Wojerecy, Große Kreisstadt im Landkreis Bautzen/Sachsen, drittgrößte Stadt der Oberlausitz, mittlerer Jahresniederschlag 1961-1990: 623 mm) ist ein im Norden der Oberlausitz gelegenes ehemaliges Ackerbürgerstädtchen. Im Jahr 1423 erlangte der vermutlich im 12. Jahrhundert gegründete Ort das Stadtrecht. Der Name "Hoyerswerda" bezieht sich auf den Werder (Insel im Fluss oder Erhöhung in feuchter Niederung) des Hoyer von Vredeberg (Friedeburg), des ersten aus den Urkunden (1272) bekannten Burgbesitzers und Grundherren vor Ort.

Mit der in den 1950er Jahren beginnenden Erschließung großer Braunkohletagebaue im Umfeld der Stadt und dem Aufbau einer umfangreichen Braunkohle- und Energieindustrie verwandelte sich die etwa 7000 Einwohner zählende Kleinstadt, die im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt worden war, schnell in eine Großstadt mit mehr als 70.000 Einwohnern in ausgedehnten Plattenbausiedlungen, welche nun die Hoyerswerdaer Neustadt bildeten. Infolge der wirtschaftlichen Veränderungen nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 gingen die Einwohnerzahlen auf weniger als 40.000 zurück. Seitdem erfährt die Neustadt einen starken Rückbau. Zum Freistaat Sachsen gehört Hoyerswerda infolge eines Volksentscheides der Einwohner der Kreise Hoyerswerda und Weißwasser im Jahr 1990.

Hoyerswerda Neustadt

Bild: Neustadt Hoyerswerda


Neben der Altstadt und der Neustadt gehören die Ortsteile Bröthen/Michalken (ca. 1400 Einwoh­ner), Dörgenhausen (ca. 700 Einwohner), Knappenrode (ca. 700 Einwohner), Schwarzkollm (ca. 850 Einwohner) und Zeißig (ca. 950 Einwoh­ner) zur Stadt Hoyerswerda.

Altstadt Hoyerswerda

Einkaufsstraße in der Altstadt Hoyerswerda


Hoyerswerda ist am südlichen Rand des Lausitzer Seenlandes gelegen, einer durch die Stilllegung und Flutung von Braunkohle-Tagebauen entstandenen Bergbaufolgelandschaft. Die Stadt wird vom Fluss Schwarze Elster durchflossen. Von Süden her kommt das Hoyerswerdaer Schwarzwasser hinzu. Zur Landschaft der Stadt und ihrer Umgebung gehören das Landschaftsschutzgebiet Lauta-Hoyerswerda-Wittichenau, das Gebiet des Flusses Schwarze Elster um Neuwiese, das Naherholungsgebiet Hoyerswerda, der Knappensee, der Werderbereich Dörgenhausen und weiter im Südwesten das Naturschutzgebiet Dubringer Moor, dazu das Teufelsmoor Schwarzkollm und das Zwischenmoor am Koselbruch.

Fluss Schwarze Elster in Hoyerswerda

Bild: Der Fluss Schwarze Elster entspringt im Westlausitzer Hügelland bei Elstra und mündet vor Wittenberg in die Elbe. In Hoyerswerda bildet er die natürliche Grenze zwischen der Alt­stadt und der Neustadt.



Schloss HoyerswerdaHoyerswerdaer Museen:


Bild: Schloss Hoyerswerda


Hoyerswerdaer Sehenswürdigkeiten:
Hoyerswerda Lange Straße

Bild: Historische Handwerkergasse "Lange Straße" in der Altstadt Hoyerswerda


Hoyerswerdaer Kirchen:
Das Hoyerswerdaer Land ist eines der wichtigsten sorbischen Siedlungsgebiete der Lausitz. Hier wurde im Jahr 1912 die Domowina, der Dachverband der Sorben, gegründet (um 1922 lebten vier Fünftel der 25.000 Mitglieder der Domowina im Raum Hoyerswerda). Die Pflege des sorbischen Brauchtums spielt deshalb in der Stadt und ihrem Umland eine besonders große Rolle. Das Hoyerswerdaer Stadtmuseum (im Schloss) zeigt zahlreiche Beispiele der sorbischen Volkskunst. Sorbische Trachten der Region sind unter anderem im Hoyerswerdaer Trachtenhaus Jatzwauk (Senftenberger Str. 19) und in der Heimatstube des nahe gelegenen Ortes Bröthen ausgestellt.

Konrad Zuse, der Erfinder des ersten funktionsfähigen Computers der Welt, lebte in seinen jungen Jahren in Hoyerswerda. Die Stadt nennt sich ihm zu Ehren auch Konrad-Zuse-Stadt Hoyerswerda. Im Zuse-Museum erfährt man Wissenswertes über sein Wirken und den Beginn der Geschichte des Computers.

Konrad-Zuse-Computermuseum im LAUTECH-Gebäude, Industriegelände Str. E, Nr. 8, 02977 Hoyerswerda, www.konrad-zuse-computermuseum.de


Die östlich von Hoyerswerda am Fluss Neiße gelegene Stadt Bad Muskau (urkundliche Ersterwähnung: 1253, ca. 4.000 Einwohner) ist wegen ihres zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Landschaftsparks Fürst-Pückler-Park berühmt. Fürst Hermann von Pückler, einer der beliebtesten Reiseschriftsteller seiner Zeit, hatte diesen 598 ha großen Park in den Jahren zwischen 1815 und 1845 anlegen lassen.

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