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Stadt Kamenz: Kamenzer Hutberg

Der nicht weit vom Stadtzentrum entfernte, überwiegend aus Grauwacke bestehende Kamenzer Hutberg (293,20 m ü.NN) bietet eine weite Aussicht nach Nordwesten über die Königsbrücker und die Ruhlander Heide, nach Nordosten über das Oberlausitzer Heide- und Teichgebiet (im Norden reicht der Blick bis weit nach Brandenburg hinein) sowie nach Südwesten, Süden und Osten über das Westlausitzer Bergland.

Hutberg - Aussicht nach Nordosten

Bild: Aussicht vom Kamenzer Hutberg nach Nordosten über das flache Oberlausitzer Heide- und Teichgebiet (am Horizont ist das 23 km östlich von Hoyerswerda nahe der Nordgrenze Sachsens - der Grenze zu Brandenburg - gelegene Braunkohlekraftwerk Boxberg zu sehen)

Hutberg - Aussicht nach Nordosten

Bild: Im Anschluss an das vorhergehende Bild nach Osten ergibt sich diese Aussicht vom Kamenzer Hutberg über das Kamenzer Stadtzentrum (links die Klosterkirche, rechts die Hauptkirche St.Marien).

Hutberg - Aussicht nach Süden

Bild: Aussicht vom Waldrand des Hutberges nach Süden über das Westlausitzer Bergland (der bewaldete Bogen im Tal ist die Eisenbahntrasse nach Pulsnitz)


Die ursprünglich bewaldete Erhebung war gerodet und als Ackerland genutzt worden, bis sie dann am Ende des 19. Jahrhunderts in eine Parkanlage, die Hutberganlage, umgestaltet wurde. Eine entscheidende Rolle dabei spielte der in Kamenz geborene Gärtner und Baumschulbesitzer sowie königlich-sächsischer Hoflieferant Wilhelm Weiße (später Ehrenbürger der Stadt). Er pflanzte hier zahlreiche Nadel- und Laubholzarten für Züchtungs-, Veredlungs- und Akklimatisierungsversuche. So entstand nicht nur ein beliebtes Naherholungsgebiet und Ausflugsziel, sondern auch eine wissenschaftlich-botanische Anlage.

Kamenz Hutberg - Plan

Bild: Orientierungstafel am Eingang zu den Hutberg-Anlagen


Hutberganlage Hutberganlage
Jährlich um Pfingsten zieht die Rhododendron- und Azaleenblüte zehntausende Besucher auf den Hutberg.
Hutberg-Aussichtsturm Hutberg-Aussichtsturm
Der Lessingturm genannte Aus­sichts­turm auf dem Gipfel des Hutberges stammt aus dem Jahr 1864.
HutberghotelAuf dem Festplatz vor dem Hutbergturm finden zu Pfingsten und an mehreren Wochenenden im Sommer Freiluftkonzerte statt. Das an diesem Platz stehende Hutberghotel mit Gaststätte wurde 1895 eingeweiht.
Hutbergbühne KamenzDie Hutbergbühne Kamenz, eine im Parkwald des Hutbergs als Amphitheater angelegte Waldbühne, zählt zu den beliebtesten und bekanntesten Open-Air-Bühnen Sachsens. Sie bietet bis zu 10.000 Zuschauern ausgezeichnete Akustik- und Sichtbedingungen. Bei den regelmäßig hier stattfindenden Konzerten waren auch zahlreiche Größen der nationalen und internationalen Rockmusik zu Gast. Mit dem Bau der Freilichtbühne als Versammlungsplatz ("Thingplatz") war im Jahr 1934 begonnen worden.
Sowjetisches EhrenmalAm Fuße des Hutberges (am Beginn der Zufahrtsstraße zur Hutbergbühne) befindet sich das Sowjetische Ehrenmal, das an die Gefallenen der Roten Armee in den letzten Kriegswochen 1945 in dieser Region erinnert.

Fotogalerie Hutberg

Hutberganlage 1
In den Hutberganlagen, einem Waldpark, sind mehr als 120 Gehölzarten zu finden, darunter auch sehr seltene. Viele der Wege werden von Rhododendron- und Azaleenbüschen gesäumt.
Hutberganlage 2
Hutberganlage 3
Hutberganlage 4
Mammutbaumrevier in der Hutberganlage
Zahlreiche seltene Gehölzarten (das Bild zeigt das Mammutbaum-Revier) machen den Park zu einer bedeutenden wissenschaftlich-botanischen Anlage.



Hutberganlage 5
Hutberganlage 6 Hutberganlage 7
Hutberganlage 8 Hutberganlage 9
Von einigen Wegen des Hutberges ergeben sich reizvolle Ausblicke auf Kamenz (Bild links: Stadtkirche St.Marien) und das Umland.
Hutberganlage 10
Hutbergturm
Hutbergturm - Aussicht nach Nordosten
Vom Hutbergturm ergibt sich eine weite Aussicht nach Norden und Osten. Die Sicht nach Westen und Süden war von den hohen Bäumen des Waldparks versperrt. Dieses Problem wurde durch die unlängst erfolgte Aufstockung des Aussichtsturmes gelöst. (Im Bild unten ist eine Ausschnittvergrößerung der Aussicht nach Nordosten über die Kamenzer Innenstadt mit dem Rathausturm zu sehen.)
Hutbergturm - Aussicht nach Nordosten
Gedenkstein für den Ober-Stadtgartenmeister Ernst HilscherZu den Denkmälern auf dem Hutberg gehören der Gedenkstein für den Ober-Stadtgarten­meister Ernst Hilscher (Bild links), die Gedenksteine für das Oberlausitzer Bundes-Gesangfest 1892 und das Kreisgesangsfest des Sängerkreises Bautzen 1934 (Bild unten) sowie der König-Albert-Stein (Gedenkstein für König Albert von Sachsen, reg. 1873-1902; Bild unten rechts).

König-Albert-Stein
Gedenksteine für die Gesangsfeste 1892 und 1934

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