Dresden und Sachsen Startseite | Inhaltsverzeichnis
Landkarte | Einführung
Geschichte | Dresden | Umland
Oberlausitz | Literatur | Glossar
Register | Links | Impressum

  Oberlausitz

Übersicht | Einführung | Geschichte | Naturausstattung | Bautzen & Umgebung | Görlitz & Umgebung | Zittau & Umgebung | Löbau & Umgebung | Kamenz & Umgebung | Hoyerswerda & Umgebung | Bad Muskau | Links
Kamenz & Umgebung:   Übersicht | Stadtplan | Geschichte | Lessingstadt | Marktplatz | Altstadt | Kirchen | Stadtmauer | Hutberg | Umland | Steinbruchmuseum

Lessingstadt Kamenz

Kamenz ist der Geburtsort des großen Dichters der Aufklärung Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781). Er wurde als Sohn des zweiten Kamenzer Stadtpfarrers geboren. Sein Geburtshaus war das Gebäude des Archidiakonats, das zwischen 1478 und 1570 als Rats- und Lateinschule gedient hatte. Am Standort dieses Hauses, das dem Stadtbrand von 1842 zum Opfer fiel, weihte man im Jahr 1863 eine Lessing-Gedenkstätte ein, die im Jahre 2000 eine umfassende Rekonstruktion und Erweiterung erfuhr.

Um ein "Denkmal von bleibendem, allgemeinpraktischem Werte" zu schaffen, gründete man im Jahr 1929, anlässlich des 200. Geburtstages Lessings, das Kamenzer Lessinghaus. Die Einweihung dieses "Hauses der Literatur und des Lesens" fand im Jahr 1931 anlässlich des 150. Todestages des Dichters statt.

Im Erdgeschoss des Lessinghauses ist das Lessing-Museum, im ersten Stock die Stadtbibliothek eingerichtet. Im ehemaligen Kellerbereich befinden sich eine moderne Kinderbibliothek, ein Kommunikationsraum zur Lessingforschung und ein Depot für die nicht ausgestellten Musealien.

Das Lessing-Museum verfügt über eine Museumsbibliothek mit mehr als 5.500 Titeln zum Leben und Wirken des Dichters, eine Theatralia-Sammlung, eine Sammlung zur Familiengeschichte Lessings, Handschriften, Quellen zur Lessingpflege in Kamenz, Unterlagen zur Hausgeschichte, Gemälde und Grafiken, Münzen, Medaillen, Plastiken, Nachlässe sowie eine umfangreiche Sammlung von Zeitschriftenartikeln.

Lessinghaus

Bilder: Lessinghaus Kamenz mit Lessingmuseum und Bibliothek


Lessinghaus
Zum Museumsbestand gehören auch der Nachlass der Theaterwissenschaftlerin Dr. Gertrud Rudloff-Hille (1900-1983) und ein Teilnachlass des Literaturwissenschaftlers Prof. Erich Schmidt (1853-1913). Eigens zur Erfassung der Bestände des Lessing-Museums wurde das Datenbankprogramm FAUST entwickelt. Inzwischen sind auch der Bestand der Museumsbibliothek, die Dokumente von über 250 "Nathan der Weise"-, 240 "Minna von Barnhelm"- und 180 "Emilia Galotti"-Inszenierungen sowie die Münzsammlung des Museums erfasst. Interessenten können ein gedrucktes Bestandsverzeichnis erwerben.

Seit 1962 finden alljährlich im Januar und Februar die Kamenzer Lessing-Tage statt. Seit 1993 wird in Kamenz alle zwei Jahre der Lessing-Preis des Freistaates Sachsen verliehen.

RöhrmeisterhausGegenüber dem Lessinghaus steht das alte Röhrmeisterhaus, das heute ebenfalls museumsbezogen eingerichtet ist.
Lessingdenkmal 
Das im Ehrenhof zwischen dem Lessinghaus und dem Röhrmeisterhaus stehende Lessingdenkmal ist eine Arbeit von Bildhauer Hermann Knaur aus dem Jahr 1863.



Lessingdenkmal
Skulpturen am LessinghausHinter dem Bogengang des Ehrenhofes, wo der Volkspark beginnt, sind Stelen von J. Peschel mit szenischen Darstellungen und Zitaten aus Lessings Dramen und Fabeln zu sehen.

Skulpturen am Lessinghaus
Skulpturen am Lessinghaus
Volkspark

Bild: Volkspark hinter dem Lessinghaus



nach oben|Impressum