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Stadt Kamenz: Marktplatz, Rathaus, Andreasbrunnen, Hotel "Goldner Hirsch"

Das historische Stadtzentrum von Kamenz ist dicht geschlossen bebaut. Um den rechteckigen, 88 x 38 m großen Marktplatz gruppieren sich acht Häuserblocks.

Ostseite des Kamenzer Marktplatzes

Bild: Ostseite des Kamenzer Marktplatzes


Das an der Westseite des Marktplatzes stehende Kamenzer Rathaus wurde in den Jahren 1847/48 (nach dem großen Stadtbrand von 1842) vom Zittauer Baudirektor Carl August Schramm nach Entwürfen des berühmten Berliner Architekten Karl Friedrich Schinkel im italienischen Neorenaissance-Stil (im Stil eines venezianischen Palazzo) errichtet. Der Rathausturm ist 40 m hoch.

Kamenzer Rathaus 1

Kamenzer Rathaus 2

Bilder: Kamenzer Rathaus


In dem im 16. Jahrhundert gebauten Alten Rathaus, dem Vorgängerbau des heutigen Rathauses, fand im Jahr 1621 der erste Landtag unter sächsischer Pfandherrschaft statt (im Jahr 1635 wechselte dann die Oberlausitz von Böhmen zu Kursachsen, während sich Kamenz schon im Jahr 1620 dem sächsischen Kurfürsten unterworfen hatte).

Andreasbrunnen auf dem Kamenzer Marktplatz 1 Andreasbrunnen auf dem Kamenzer Marktplatz 2

Bilder: Andreasbrunnen


Der im Süden des Marktplatzes stehende Andreasbrunnen (1570) zeigt einen auf drei toskanischen Säulen ruhenden dreieckigen baldachinartigen Aufbau mit der Figur der Schwert und Waage haltenden Justitia. Dieser von Bürgermeister Andreas Günther gestiftete Sandstein-Brunnen ist ein wichtiges Zeugnis der Renaissancekunst in der Oberlausitz.

Der Andreasbrunnen trägt das Kamenzer Stadtwappen, das Wappen des Königreiches Böhmen und das deutsche Reichswappen als Symbole der städtischen, der königlichen und der kaiserlichen Herrschaft dieser Zeit. Der Brunnen soll auch daran erinnern, dass die Stadt Kamenz ihrem Bürgermeister Andreas Günther nach dem Pönfall von 1547 eine Milderung der über sie verhängten kaiserlichen Strafe zu verdanken hatte.

Hotel "Goldner Hirsch"Das erstmals im Jahr 1550 als "Skundischer Gasthof" erwähnte und seit 1613 "Goldner Hirsch" genannte Haus am Markt ist der älteste noch erhaltene Gasthof der Stadt. Im Jahr 1621 nächtigte hier Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen. Das Gebäude blieb beim Stadtbrand von 1842 verschont, woran eine Gedenktafel am Eingang erinnert. In den Jahren 1991/92 erfuhr der "Goldne Hirsch" eine umfassende Sanierung.

Eingang des Hotels "Goldner Hirsch"
Hotel "Goldner Stern" am Marktplatz

Bild: Hotel "Goldner Stern" am Kamenzer Marktplatz



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