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Stadt Zittau: Kreuzkirche, Zittauer Fastentücher, Kreuzfriedhof

Kreuzkirche

Zu den Sehenswürdigkeiten im östlichen Verlauf des grünen Zittauer Stadtringes gehören die Kreuzkirche mit dem Kreuzfriedhof, die Fleischerbastei mit der Blumenuhr und die Kleine Bastei.

KreuzkircheBei der Kreuzkirche handelt es sich um eine gotische Kirche im böhmischen Stil (eine Seltenheit in Sachsen). Aus ihrer Entstehungszeit - sie wurde im Jahr 1410 anstelle einer Kapelle gebaut - blieb u.a. die spätgotische Kreuzigungsgruppe (die älteste der Oberlausitz) an der Nordwand des Chores erhalten. Nach einer Beschädigung im Jahr 1642 (im Dreißigjährigen Krieg) baute man die Kirche zwischen 1651 und 1654 in ihrer heutigen äußerlichen Gestalt wieder auf. Die Mauern und das Gewölbe blieben vom Vorgängerbau erhalten, das Dach und der spitze Dachreiterturm kamen damals hinzu (die Barocklaterne des Turmes erst im Jahr 1712).


Bild: Kreuzkirche am östlichen grünen Zittauer Stadtring (vorn der Schleifermännchenbrunnen)


Die Kreuzkirche verfügt über ein quadratisches sterngewölbtes Schiff mit einem zwölfeckigen Sandsteinpfeiler in der Mitte. Ein weiter Triumphbogen verbindet Schiff und Chor. Zwischen beiden befindet sich in einer Nische die Sakristei. Die Spätrenaissance-Innenausstattung stammt im wesentlichen (Altar, Kanzel, Epitaphien, Emporen, Gestühl) aus der Zeit des Wiederaufbaus von 1651 bis 1654. Dazu gehören der Altar und die Kanzel von 1654 sowie zwei Figuren, die Maria und Johannes darstellen.

Im Jahr 1990 wechselte die Kreuzkirche in den Besitz der Stadt Zittau. Diese ließ das Gebäude umbauen und sanieren, um den beiden berühmten Zittauer Fastentüchern ("Hungertüchern") - in Deutschland einzigartige sakrale Kunstwerke von europäischem Rang - einen würdigen Ausstellungsort zu geben. Einst verhängte man während der vierzigtägigen christlichen Fastenzeit vor Ostern mit diesen Fastentüchern den Altarraum.

Das Kleine Zittauer Fastentuch (3,40 x 4,15 m) stammt aus dem Jahr 1573. Das erstmals im Jahr 1472 erwähnte (vom Gewürzhändler Jakob Gürtler gestiftete) und bis 1672 in der Johanniskirche genutzte Große Zittauer Fastentuch (6,80 m breit, 8,20 m hoch) zeigt wie eine Bilderbibel in 90 Bilderfenstern (á 65 x 65 cm) Szenen aus dem Alten und dem Neuen Testament (je 45 Darstellungen). Erst im Jahr 1840 hatte man es in der Ratsbibliothek wiederentdeckt. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges war es im Kloster Oybin ausgelagert. In der Nachkriegszeit nutzten es sowjetische Soldaten zeitweise sogar als Saunazelt, was zu großen Schäden an den Bildern führte, dann konnte es, in 16 Einzelteilen, geborgen werden. Im Jahr 1994 erfuhren die Zittauer Fastentücher eine gründliche, von der Abegg-Stiftung Riggisberg finanzierte Restaurierung.

Weitere Zittauer Kirchen sind die nördlich des Stadtringes gelegene Marienkirche (1883-1890, neogotisch, 71 m hoher Turm) und die östlich des Stadtringes gelegene Frauenkirche (1355 erstmals erwähnt, mehrmals erneuert).

Kreuzfriedhof

Grabhaus auf dem Kreuzfriedhof

Bild: Eines der prächtigen Grabhäuser auf dem Kreuzfriedhof an der Kreuzkirche


Die im Osten der Zittauer Innenstadt, am östlichen grünen Stadtring, gelegene Kreuzkirche steht im Kreuzfriedhof. Dieser zeichnet sich durch mehrere prächtige Grabhäuser (Gruftkapellen) und zahlreiche bildhauerisch und geschichtlich wertvolle Grab(denk)mäler Zittauer Ratsherren, reicher Kaufmannsfamilien und wohlhabender Handwerker aus. Viele der Grabmale stammen aus dem 17. Jahrhundert. Wie die in einem böhmischen Stil erbaute Kreuzkirche bieten die Bauwerke des Kreuzfriedhofes dem architekturhistorisch Interessierten wertvolle und interessante Beispiele für die drei Baustile Gotik, Renaissance und Barock in sächsischer und böhmischer Ausprägung. Besonders bemerkenswerte Gruftkapellen sind die Fincksche Gruft (um 1730, Sandstein, Dresdner Zwingerstil), die Schröer-Grätzsche Gruft (Skulpturenschmuck im Dresdner Zwingerstil), die Rosencrantzsche Gruft und die Mönchsche Gruft (alle um 1710-1720). Die hohe Friedhofsmauer ist ein Rest der einstigen äußeren Stadtmauer.

Portal der Kreuzkirche

Bild: Mit Fialen geschmückter gotischer Eingang der Kreuzkirche


Grabdenkmäler an der Kirchenmauer 1

Bilder: Grabdenkmäler an der Kirchenmauer nahe des Einganges der Kreuzkirche


Grabdenkmäler an der Kirchenmauer 2 Grabdenkmäler an der Kirchenmauer 3
Grabmale auf dem Kreuzfriedhof 1

Bilder: Beispiele für die Grabmale des Kreuzfriedhofes


Grabmale auf dem Kreuzfriedhof 2 Grabmale auf dem Kreuzfriedhof 3 Grabmale auf dem Kreuzfriedhof 4 Grabmale auf dem Kreuzfriedhof 5 Grabmale auf dem Kreuzfriedhof 6 Grabmale auf dem Kreuzfriedhof 7 Grabmale auf dem Kreuzfriedhof 8 Grabmale auf dem Kreuzfriedhof 9 Grabmale auf dem Kreuzfriedhof 10 Grabmale auf dem Kreuzfriedhof 11 Grabmale auf dem Kreuzfriedhof 12 Grabhaus auf dem Kreuzfriedhof 1

Bilder: Grabmale sowie Grab- und Grufthäuser auf dem Kreuzfriedhof


Grabhaus auf dem Kreuzfriedhof 2 Grabhaus auf dem Kreuzfriedhof 3 Grabmal in einem der Grabhäuser des Kreuzfriedhofes

Bilder: Grabmale aus dem 19. Jahrhundert in einem der Grabhäuser des Kreuzfriedhofes


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