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Stadt Zittau: Marktplatz, Rathaus

Rolandbrunnen auf dem Marktplatz

Bild: Marktplatz mit Rolandbrunnen und Rathaus


Auf dem Zittauer Marktplatz liefen einst die durch die vier Stadttore (Webertor im Westen, Bautzener Tor im Norden, Frauentor im Osten und Böhmisches Tor im Süden) ankommenden Fernhandelsstraßen zusammen. Der ursprünglich (um 1255) quadratische Markt wurde schon bald wegen des Platzmangels innerhalb der Stadtmauern allmählich verkleinert, z.B. an der Südseite beim Wiederaufbau nach dem Stadtbrand von 1359. Das bis dahin in der Mitte des Platzes stehende gotische Rathaus befand sich nun an der Ostseite. Dessen Neubau vom Anfang des 16. Jahrhunderts besaß einen schön geschmückten Staffelgiebel. Das Gebäude war mit einem Kauf- und Gewandhaus, einem Tuchhandelszentrum, verbunden. Der Stadtbrand von 1757 ließ nur den Turm bis zur Höhe des Uhrwerks, Teile des Erdgeschosses und die Kellergewölbe zurück. Erhalten blieben auch das Stadtwappen von 1533 (das heute wieder die Rathausfassade schmückt) und zwei Löwenskulpturen (heute an der Haupttreppe aufgestellt). Eine neue Häuserreihe im Norden schnitt die Johanniskirche mit Friedhof (später wurde dieser Bereich Johannisplatz genannt) vom Marktplatz ab und gab dem Platz seine heutige rechteckige Form. Der im Jahr 1845 fertiggestellte Neubau des Rathauses trennte einen Platz im Osten, den Rathausplatz, vom Marktplatz ab.

Den Marktplatz, der bis zur Zerstörung der Stadt im Jahr 1757 von Laubenhäusern umgeben war, umstehen wertvolle barocke Bürgerhäuser (Patrizierhäuser, zwischen 1967 und 1969 sowie ab 1990 saniert). Dazu gehören das schöne Noacksche Haus (Nr. 4, 1689) im Dresdner Stil mit zweigeschossigem Erker und reich geschmücktem Portal, das Barockhaus "Zur Sonne" (um 1710; einst ein Gasthof und Hotel, heute Kino) mit seinem prächtigen Korbbogenportal mit ionischen Wandpfeilern und einem kunstvollen schmiedeeisernen Oberlichtgitter, die alte Ratsapotheke (Nr. 10, 1760 umgebaut; eine Stadtapotheke ist seit 1519 bekannt) mit Erker auf einer in die Mauer eingelassenen Rokokokartusche (mit einem Kranich als Firmenschild), die ehem. Fürstenherberge (Nr. 13, 1767, Rokokostil, ehem. Gästehaus des Stadtrates), das ehem. Hotel "Weißer Engel" (um 1710, mit Barockportal) und hinter dem Rolandbrunnen das Alte Amtsgericht (1678 für Bürgermeister Joh. Phil. Stoll gebaut, Spätrenaissance/Frühbarock im böhmischen Stil, Fassadengliederung mit toskanischen Wandpfeilern, mit einer mehrteiligen Fassade dem schrägen Baugrund am Mandauer Berg angepasst).

Marktplatz, Nordwestseite

Bild: Nord-/Nordwestseite des Zittauer Marktplatzes; rechts das Noacksche Haus, in der Bildmitte (mit gelber Fassade) die ehem. Ratsapotheke, im Hintergrund der Turm der Johanniskirche


Marktplatz, Südseite

Bild: Südseite des Zittauer Marktplatzes; links das Barockhaus "Zur Sonne" (das gelbe Gebäude, heute ein Kino)


Marktplatz, Westseite

Bild: Westseite des Zittauer Markt­platzes mit dem Alten Amtsgericht (Bildmitte)


Noacksches Haus am Marktplatz

Bild: Noacksches Haus an der Nordseite des Marktplatzes


Barockhaus Zur Sonne, heute Kino, am Marktplatz

Bild: Barockhaus "Zur Sonne" an der Südseite des Marktplatzes


Altes Amtsgericht an der Westseite des Marktplatzes

Bild: Altes Amtsgericht an der Westseite des Marktplatzes


Rolandbrunnen auf dem MarktplatzRolandbrunnen auf dem Marktplatz

Bilder: Rolandbrunnen (Marsbrunnen, 1585) im Westen des Marktplatzes


Rolandbrunnen und Rathaus
Zu den vielen bedeutenden Brunnen der Stadt gehört der im Westen des Marktplatzes stehende Rolandbrunnen (oder Marsbrunnen) von 1585. Über der achteckigen Sandstein-Brunnenschale steht auf einer reich profilierten und puttenverzierten Renaissancesäule mit Kompositkapitell und vier Löwenmarken als Wasserspeier eine Rolandsfigur (Mars-Statue).



Bild: Marktplatz mit Rolandbrunnen und Rathaus


Zittauer Rathaus

Zittauer RathausDas im Osten des Marktplatzes stehende Zittauer Rathaus wurde zwischen 1840 und 1845 vom Zittauer Baumeister Carl August Schramm gebaut - nach einem Entwurf des berühmten preußischen Baumeisters Karl Friedrich Schinkel (1781-1841), zu dessen Schülern Schramm gehörte.


Bild: Zittauer Rathaus (1840-1845), im Osten des Marktplatzes stehend


Das mit einem 50 m hohen zinnenbekrönten Turm geschmückte Rathaus wirkt - im starken Kontrast zu den barocken Hausfassaden des Marktplatzes - wie ein italienischer Renaissance-Palast. Am Eingang ist die Skulptur Justitia mit Gesetzbuch zu sehen, beiderseits der Eingangspforte stehen die Sandsteinskulpturen Sophia und Themis. Hoch über dem Eingang prangt das (vom Alter gezeichnete) Zittauer Stadtwappen, das noch vom Rathaus aus dem 16. Jahrhundert stammt, welches der Zerstörung durch österreichische Truppen im Jahr 1757 zum Opfer fiel.

Westseite des Zittauer Rathauses

Bild: Westseite (Marktseite) des Rathauses; beiderseits der Eingangspforte stehen die Sandsteinskulpturen Sophia und Themis, Weisheit und Gerechtigkeit symbolisierend; oben am Giebel das Zittauer Stadtwappen


Wappen über der Eingangspforte des Rathauses

Bürgersaal im Zittauer Rathaus

Bild: Im Rathaus ist besonders der auch als Konzertsaal genutzte Bürgersaal mit seiner (von Schinkel entworfenen) Kassettendecke sehenswert.


Eingangspforte des Rathauses
Westseite des Zittauer Rathauses

Bild: Giebel der Westseite (Marktseite) des Rathauses und Spitze des Rathausturmes


Zittauer Rathaus, NordseiteZittauer Rathaus, Ostseite

Bilder: Nordseite (links) und Ostseite des Rathauses


Zittauer Rathaus, Ostseite

Bild: Ostseite des Rathauses


Westseite des Zittauer Rathauses

Bild: Westseite (Marktseite) des Rathauses


Fotos

Marktplatz, Nordwestseite

Bild: Nordwestseite des Marktplatzes; im Hintergrund der Johanniskirchturm


Marktplatz, Nordseite

Bild: Nordseite des Marktplatzes; in der Bildmitte das Noacksche Haus, im Hintergrund der Johanniskirchturm


Haus der Marktplatz-Nordseite

Bild: Hausfassade an der Nordseite des Marktplatzes


Portal an der Nordseite des Marktplatzes

Bild: Hausportal an der Nordseite des Marktplatzes


Haus der Marktplatz-Südseite

Bild: Hausfassade an der Südseite des Marktplatzes


Portal an der Südseite des Marktplatzes

Bild: Hausportal an der Südseite des Marktplatzes


Rückseite eines Markthauses

Bild: Rückseite der Häuserreihe der Marktplatz-Nordseite mit dem Noackschen Haus, von der Johanniskirche (Johannisplatz) gesehen


Häuserfront südlich des Rathauses

Bild: Hausfassaden gegenüber der Südseite des Rathauses


Schlussstein von 1590 an der Brunnenstraße

Bild: Schlussstein von 1590 in der Brunnenstraße (westlich vom Markplatz)


Haus an der Brunnenstraße

Bild: Hausfassade an der Brunnenstraße (westlich vom Marktplatz)


Fleischbänke

Bild: Zittauer Fleischbänke (südlich vom Marktplatz gelegen)


Hausschmuck an der Reichenberger Straße

Wappen im Marktumfeld

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