Bürgerwiese (10 ha), Blüherpark (5,9 ha), Güntzwiesen (7,4 ha) und Großer Garten (180 ha) hängen aneinander. Südöstlich der Altstadt ergibt das eine Grünfläche von einer Größe, wie sie mitten in einer Stadt selten ist.
Bürgerwiese

Die Bürgerwiese zieht sich vom Georgplatz bis zum Großen Garten, entlang der gleichnamigen Straße. Sie liegt in der feuchten Niederung eines alten Elbarms, des Seidnitzer Altarms, und der Kaitzbach fließt hindurch. 1469 wird sie zum ersten Mal erwähnt, damals als Wiese und Weide. Hier entstand Dresdens erste Gartenanlage. Nach 1763 wurde sie zum Englischen Landschaftsgarten umgestaltet.
Hofgärtner Carl Adolf Terscheck legte 1843-1850 auf der Inneren Bürgerwiese einen Kunstpark mit reichem Skulpturenschmuck an. Ab 1857 dehnte die Stadt das Grün nach Osten aus, nach Plänen von Peter Joseph Lenné, dem Schöpfer des Parks von Sanssouci. Damit ein Bach durch die Anlage fließt, ließ Lenné den Kaitzbach verlegen. 1863 war die Äußere Bürgerwiese fertig, und seit 1874 heißt der frühere Environweg Lennéstraße. Gustav Friedrich Krause führte die Anlage 1865-1869 schließlich bis an den 1861 eröffneten Zoologischen Garten heran.
Nachdem 1829 der Abbruch der Stadtfestung abgeschlossen war, bauten sich wohlhabende Bürger vornehme Häuser an der Westseite der Wiese. Daraus wurde ein ganzes Viertel mit Villen und Palais, einige gehörten dem königlichen Hof. Keines überstand den Februar 1945.

Unter den Großplastiken fällt die Bronze „Zwei Mütter“ von Akademieprofessor Heinrich Epler (1899-1902) auf: eine Menschenmutter und eine Tigermutter, die ihre Kinder vor der Flut retten. Daneben stehen die Marmorgruppe Venus und Amor (1886, Theodor Heinrich Bäumer), der Nymphenbrunnen aus weißem Marmor (1908, Bruno Fischer) und eine Büste des Dichters Otto Ludwig (1901, Arnold Kramer).

Um einen Gedenkstein für Mozart tanzen am Mozartbrunnen (1907) drei vergoldete Bronzefiguren des Berliner Bildhauers Hermann Hosaeus. Die Grazien heißen „Anmut“, „Heiterkeit“ und „Ernst“. 1991 hat sie Eberhard Wolf rekonstruiert.
Blüherpark, der frühere Zinzendorfgarten

Für die Gräfin von Zinzendorf, die er verehrte, ließ Kurfürst Johann Georg III. 1683 einen französischen Barockgarten anlegen. Wie die meisten Dresdner Barockgärten wurde auch der Zinzendorfgarten nach 1763 zum Englischen Landschaftspark. Bis 1918 bewohnte der zweitgeborene Sohn des sächsischen Königshauses eine Villa darin.
Nach dem Ende der Monarchie kaufte die Stadt das Gelände und legte 1927 einen Park an. Benannt ist er nach Bernhard Blüher, Oberbürgermeister von 1915 bis 1931.
Einen Teil des Grundstücks erhielt das Hygiene-Museum für seinen Neubau von 1928-1930. Das Museum legte dort einen Pflanzengarten mit Arznei-, Gift- und Gewürzpflanzen an, geschmückt mit Barockvasen.
Güntzwiesen
1896 erwarb die Stadt die Güntzwiesen östlich von Bürgerwiese und Blüherpark und baute dort Sport- und Erholungsstätten. 1923 öffnete die Ilgen-Kampfbahn, 1926 das Georg-Arnhold-Bad. Die Kampfbahn wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, an ihrer Stelle entstand bis 1951 das Rudolf-Harbig-Stadion.