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Militärhistorisches Museum Dresden ("Armeemuseum")
![]() Zu den Attraktionen des Museums gehört der von Wilhelm Bauer konstruierte 8 m lange "Brandtaucher" (erstes deutsches U-Boot). Der Tauchversuch dieses mit zwei Treträdern angetriebenen schwarzen Eisenfahrzeuges für drei Mann Besatzung im Jahr 1851 im Kieler Hafen missglückte allerdings und hätte dem Erfinder und seinen Helfern fast das Leben gekostet. Bild: Truppenfahne (1880) der sächsischen Infanterie Weitere interessante Ausstellungsstücke sind die berühmte Kanone "Faule Magd" von 1450 ("faul" deshalb, weil sie die plumpen Steinkugeln höchstens 500 m weit schießen konnte, falls sie überhaupt jemals geschossen hat) und eine V-1-Rakete aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Die der Militärgeschichte seit 1945 gewidmete Abteilung zeigt Kampftechnik der NATO und des Warschauer Paktes, auch Panzer und Flugzeuge wie z.B. MIG's und Starfighter. Außerdem vermittelt die Ausstellung interessante Einblicke in den Soldatenalltag. Auch Weltraumtechnik (z.B. der Landeapparat des Raumschiffes "Sojus 29" und der Raumanzug von Sigmund Jähn, dem ersten Deutschen im All, beides von 1978) gehört zum Museumsbestand. Aus der Geschichte Nach seinem Bau diente das Gebäude am Olbrichtplatz von 1873 bis 1879 zunächst als Hauptgebäude des Arsenals der Dresdner Garnison. Schon 1897 wurden Teile der Arsenalsammlung in einer Ausstellung präsentiert. Ab 1914 nannte sich die Ausstellung Sächsisches Armeemuseum und ab 1940 Deutsches Heeresmuseum. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg gab es verständlicherweise wenig Interesse an Militärausstellungen. Von 1946 bis 1965 fanden Orchesterkonzerte und Veranstaltungen auf der Bühne des Hauptsaales statt - das Arsenalgebäude diente als Stadthalle. Im Jahr 1972 eröffnete hier das Armeemuseum der DDR. Das Hauptgebäude am Olbrichtplatz, das mit seiner niedrigen Decke und den vielen tragenden Säulen wie ein Arsenal wirkte, erfuhr unlängst eine Rekonstruktion nach Plänen des bekannten Architekten Daniel Libeskind. Die rückseitigen Anbauten von 1967 verschwanden. An der anderen Seite der Königsbrücker Straße erhielt das Museum ein großzügiges neues Depot (ca. 11.000 qm). nach oben ![]() |