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Görlitzer Umland   Deutsch-Ossig, Jauernick-Buschbach, Kloster Ostritz, Markersdorf, Königshainer Berge, Reichenbach, Niesky, Talsperre Quitzdorf, Rothenburg

Die nahe bei Görlitz gelegene Kulturinsel Einsiedel resultiert aus einem gelungenen Zusammenspiel von Kunst, Kultur und Natur. Zu ihr gehören ein Abenteuerspielplatz mit einem Tunnel, Klettergerüsten und einem großen Piratenschiff und ein im Jahr 2005 eröffnetes Hotel mit mehreren Baumhäusern in bis zu zehn Metern Höhe.

In Deutsch-Ossig ist die Saalkirche sehenswert, ein Barockbau aus dem frühen 18. Jahrhundert mit einer reichen Rokoko-Ornamentik am Gewölbe.

Jauernick-Buschbach, etwa 5 km südlich von Görlitz gelegen, ist eine der ältesten ostsächsischen Gemeinden. Hier ist die älteste Kirche der Oberlausitz zu finden. Sie entstand schon im 10. Jahrhundert, also in der Zeit der Eroberung der sorbischen Siedlungsgebiete durch König Heinrich I. Auf dem nahen Schwarzen Berg (393 m ü. NN) blieben Reste einer slawischen Schanze erhalten.

Im Neißetal etwa 15 km flussaufwärts von Görlitz ist Ostritz gelegen. Bekannt ist der bereits im Jahr 1005 urkundlich erwähnte Ort durch das im Jahr 1234 von der böhmischen Königin Kunigunde gegründete Zisterzienserinnenkloster St. Marienthal, in dem bis heute etwa 15 bis 20 Nonnen leben, das aber auch Besuchern offensteht (Führungen, ein Souvenirladen, ein Café). Die Kirche, die Abtei und die Propstei wurden nach dem Brand von 1683 neu gebaut. Bauteile im Stil des böhmischen Barock kamen in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts hinzu. Der Chor der Kirche wurde im Jahr 1740 umgebaut, die quadratische Vierflügelanlage um den Klausurhof entstand in den Jahren 1743/44, die Bibliothek im Jahr 1752 und die Kreuzkapelle (mit der Kuppelausmalung "Die Anbetung der Ehernen Schlange und des Kreuzes" von Giovanni Battista Casanova) im Jahr 1756.

Zu der reichen Ausstattung des Klosters mit Skulpturenschmuck gehören die Figur des auferstandenen Jesus aus der Zeit um 1330, die betende Maria aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, eine Anna selbdritt vom Ende des 15. Jahrhunderts, auf dem Klosterhof die Dreifaltigkeitssäule von 1716 und die Sandsteinfigur des hl.Nepomuk von 1755 sowie auf dem Stationsberg (nahe des Klosters) die große holzgeschnitzte Kreuzigungsgruppe von 1728. In der barock ausgestatteten Bibliothek, deren Handschriftensammlung bis auf das 13. Jahrhundert zurückgeht, ist ein Deckengemälde zu sehen, das die Zerstörung des Klosters durch die Hussiten darstellt. Die Propstei enthält bedeutende Gemälde aus dem 18. Jahrhundert.

Das westlich von Görlitz gelegene Markersdorf ist vor allem wegen seines Schlesisch-Oberlausitzer Dorfmuseums, das in einem typischen Oberlausitzer Vierseithof eingerichtet ist, einen Besuch wert.

Westlich von Görlitz erstrecken sich die Königshainer Berge (Landschaftsschutzgebiet), eine schöne Mittelgebirgslandschaft mit Tälern, Bergwiesen, Waldstücken und Felsen. Auf dem Hochstein (406 m ü. NN) bietet der im Jahr 1969 gebaute 20 m hohe Aussichtsturm eine herrliche Aussicht über die Oberlausitz. Nahebei ist der Totenstein, eine prähistorische Kultstätte, gelegen (eine Plakette erinnert an den Besuch des Königs Wilhelm IV. von Preußen, des späteren Kaisers Wilhelm I., im Jahr 1844). Die Autobahn A4 quert das Naturschutzgebiet Königshainer Berge mit einem vor wenigen Jahren fertiggestellten Straßentunnel.

Dem in den Königshainer Bergen (am Teufelsstein) bis 1975 betriebenen Granitabbau widmet sich ein kleines Museum in Königshain. In diesem Ort laden außerdem eine historische Dorfschmiede, die 1326 ersterwähnte Kirche, eine im 16. Jahrhundert entstandene Burg und das um 1750 gebaute Schloss zu einer Besichtigung ein.

Südlich der Königshainer Berge liegt die im Jahr 1238 erstmals erwähnte kleine Stadt Reichenbach, in der noch Reste des mittelalterlichen Stadtbildes mit der spätgotischen Pfarrkirche St. Johannis (vermutlich 15. Jahrhundert, Wehrkirche mit wuchtigem Turm und starker Feldsteinmauer) und der spätgotischen Kapelle St. Anna (um 1500, 1899/1900 verändert) zu sehen sind.

Der etwa 15 km nordwestlich von Görlitz gelegene Ort Niesky (von tschechischen Wort für "niedrig" abgeleitet) ist eine Gründung der Herrnhuter Brüdergemeine im Jahr 1742. Unter der Leitung von Graf von Zinzendorf wurde damals eine Siedlung planmäßig um den großen Marktplatz herum aufgebaut. Am Platz stehen das Stadtmuseum und daneben das im Jahr 1760 eröffnete Pädagogium. Letzteres zählt Friedrich Schleiermacher (1768-1834) zu seinen Absolventen.

Die südwestlich vor Niesky gelegene Talsperre Quitzdorf gehört zu den größten Gewässern Sachsens. Von hier bis in den Raum Königswartha und Hoyerswerda erstreckt sich die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, die wegen ihrer reichen Flora und Fauna sowie ihrer landschaftlichen Vielfalt als Biosphärenreservat geschützt ist.

Östlich von Niesky, an der polnischen Grenze, lädt Rothenburg mit einem im englischen Stil gestalteten Landschaftspark und dem Schutzgebiet Nieder-Spree zu einem Besuch ein.

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