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Kathedrale St.Trinitatis: Architektur
[ Geschichte | Architektur | Innenausstattung ]Der plastische Schwung der Kirche soll der Architektur von Francesco Borromini nachempfunden sein. Die Zahl Drei und das gleichseitige Dreieck spielten bei der Konstruktion eine wichtige Rolle. Auf die ursprünglich geplante zweifarbige Gestaltung der Fassade, wahrscheinlich mit toniger Schlemme, verzichtete man schon beim Bau der Hofkirche.
Bild: Grundriss der Kathedrale St. Trinitatis (nach einem Grundrissplan des Baumeisters Chiaveri, Buchstaben vom Verf. eingefügt): A - Haupteingang, B - Seiteneingang, C - Prozessionsumgang, D - Logen, E - Hauptaltar, F - Seitenaltäre, G - Sakramentskapelle, H - Kreuzkapelle, I - Kanzel, J - Silbermannorgel, K - Johann-Nepomuk-Kapelle, L - Bennokapelle
Für den Kirchenbau wurden Teile des Festungswalls und die ersten Bögen der Elbbrücke abgebrochen sowie das Gelände des Schlossplatzes und die umliegenden Bereiche aufgeschüttet. Die Gründung der Kirche reicht bis 9 m tief.
Bild: Kathedrale St.Trinitatis, von der Augustusbrücke gesehen
Weil das protestantische Dresden keine katholischen Prozessionen im Freien zuließ, legte Chiaveri im Inneren der Kirche einen 3,50 m breiten doppelgeschossigen Prozessionsumgang um das Mittelschiff.
Die Gewölbe der Kirche sind nicht als statisch sichere Rundbögen, sondern als gedrückte Korbbögen ausgelegt, was bei Chiaveris Kollegen einige Zweifel an ihrer Stabilität aufkommen ließ.
Über dem prächtigen Kirchenportal erhebt sich der 85,5 m hohe Glockenturm, der sich im Stil eines Campanile zeigt. Er ist nur im Hauptstockwerk mit dem Kirchenschiff verbunden und ragt in durchbrochenen, nach oben leichter werdenden Stockwerken frei bis zur abschließenden Zwiebelkuppel empor. Die unteren Turmgeschosse sind oval, die oberen dagegen rund angelegt. Von den Nachfolgern Chiaveris (dieser hatte Dresden im Jahr 1749 verlassen) wurde der Turm noch etwas verändert und erhöht. Schon allein die Trennung vom Mittelschiff lässt ihn höher wirken.
Die vier von den Gebrüdern Weinhold gegossenen 11 t schweren Glocken zogen erst im Jahr 1807 in den Turm ein. Katholisches Geläut war im protestantischen Dresden lange Zeit nicht erwünscht (erst im Jahr 1806, unter Kaiser Napoleon I., der Sachsen zum Königreich gemacht hatte, erfolgte die förmliche Anerkennung der Katholischen Hofkirche).
Im Jahr 1897 fügte Gustav Fröhlich zwischen der Hofkirche und dem Residenzschloss eine im Stil des Neobarock gestaltete Brücke ein, durch welche die königliche Familie ihre beiderseits des Hauptaltars der Kirche angeordneten Logen nun direkt aus dem Residenzschloss erreichen konnte.
Insgesamt 78 aus Sandstein gehauene, 3,50 m hohe Heiligenfiguren (1738-1746, Lorenzo Mattielli) schmücken die Balustraden und Wandnischen der Kathedrale.
Bild: Fassadenschmuck am Hauptportal der Kathedrale St. Trinitatis
Auf dem Schlossplatz vor dem Hauptportal der Kirche zeigt ein "Napoleonstein" genannter Pflasterstein den Buchstaben "N". An diesem Ort stand Kaiser Napoleon I. am 26. August 1813 (in der Zeit der Napoleonischen Kriege) bei der Abnahme der Truppenparade vor der Schlacht von Dresden.
[ Geschichte | Architektur | Innenausstattung ]

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