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Stadt Görlitz: Altstadtgürtel, Synagoge, Stadtpark, Meridianstein, Stadthalle

Görlitzer Synagoge

Görlitzer SynagogeDie zwischen der Heilig-Kreuz-Kirche und dem Stadtpark gelegene Görlitzer Synagoge (1909-1911, Dresdner Architekten William Lossow, Hans Max Kühne) zeigt sich in einem eindrucksvollen Jugendstil. Die Pogromnacht am 9. November 1938 überstand sie (anders als die anderen Synagogen Sachsens) nur leicht beschädigt. Die Stadt kaufte das Gebäude im Jahr 1963 und erklärte es zum Kulturdenkmal. Trotzdem verfiel es zur Ruine. Im Jahr 1988 wurde eine Gedenktafel für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus angebracht.
Im Jahr 1991 erfuhr die Synagoge eine bauliche Sicherung, sodass einige Veranstaltungen (z.B. die Verleihung des Internationalen Brückepreises) in ihr möglich waren, dann wurde sie jedoch baupolizeilich für Veranstaltungen gesperrt, war aber weiterhin zu besichtigen. Nach der Sanierung wird sie durch die neugegründete jüdische Gemeinde von Görlitz sowie für profane Zwecke genutzt und ist vor allem als Ort des Lernens, Experimentierens, der Besinnung und der Diskussion gedacht.

Stadtpark, Meridianstein, Stadthalle

Der sich südlich der Altstadt erstreckende Stadtpark ist die größte der etwa 100 Park- und Grünanlagen der Stadt (insgesamt ca. 130 ha mit etwa 350 Gehölzarten und einem großen Holzspielplatz). Er war zwischen 1829 und 1833 auf dem Gelände der Viehweide nach Plänen des berühmten Gartengestalters Peter Joseph Lenné als englischer Landschaftspark angelegt worden. Bis 1880 gab es hier auch ein Schießhaus für Schützenfeste. Nach 1945 entstanden eine Freilichtbühne und eine Rosenterrasse.

MeridiansteinIm Stadtpark markiert der als Globus gestaltete Meridianstein (1961, Carl Däunert) mit einer Bronzeschiene den exakt durch diesen Ort verlaufenden 15. Grad östlicher Länge. Von diesem Meridian ist die Zeitzone der Mitteleuropäischen Normalzeit abgeleitet.
Im Stadtpark zeigt ein im Jahr 1898 in Lauchhammer nach einem Modell von Johannes Pfuhl gegossenes Denkmal den berühmten Görlitzer Gelehrten Jakob Böhme (1575-1624). Das im Jahr 1871 nach der bekannten Büste von Christian Daniel Rauch gegossene Denkmal für Alexander von Humboldt erinnert an das berühmteste Mitglied der in Görlitz residierenden Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften.

Am Rande des Parks steht die monumentale Stadthalle. Ab 1906 war sie als Musikhalle für die Schlesischen Musikfestspiele begonnen und 1910 als Stadthalle eröffnet worden (Entwürfe von Bernhard Sehring). Das Jugendstilgebäude mit (neo-)klassizistischen Elementen bietet ca. 2.700 Plätze. Seit Januar 2005 ist das sehr sanierungsbedürftige Haus geschlossen.

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