Dresden und Sachsen Startseite | Inhaltsverzeichnis
Landkarte | Einführung
Geschichte | Dresden | Umland
Oberlausitz | Literatur | Glossar
Register | Links | Impressum

  Dresden − Stadtzentrum & Stadtteile

Übersicht | Einführung | Stadtgeschichte | Kunstsammlungen | Schlosskomplex | Theaterplatzbereich | Brühlsche Terrasse | Neumarktbereich | Altmarktbereich | Innere Vorstädte | Innere Neustadt | Elbe, Elbbrücken | Stadtteile Nordwest | Stadtteile Nord | Stadtteile Nordost | Stadtteile Ost | Stadtteile Südost | Stadtteile Süd | Stadtteile Südwest | Stadtteile West
Stadtteile West:   Friedrichstadt | Ostragehege, Hafen, Messe | Yenidze | Industriegasse | Löbtau | Gorbitz | Cotta | Briesnitz | Leutewitz, Omsewitz | Stetzsch, Kemnitz

Friedrichstadt: Matthäuskirche & Friedhöfe

[ Geschichte | Palais Brühl-Marcolini | Matthäuskirche, Friedhöfe ]

Matthäuskirche

Matthäuskirche in der Friedrichstadt
Lage: Friedrichstraße (Dresden-Friedrichstadt)
Bauzeit, Entwurf: 1728-1732, Matthäus Daniel Pöppelmann
Merkmale: schlichter Barockbau mit rechteckigem Grundriss (erinnert an die später ebenfalls nach Plänen von Pöppelmann errichtete Dreikönigskirche), 46 m hoher Turm; Brandzerstörung bei den Bombenangriffen im Februar 1945, Wiederaufbau bis 1978 außen originalgetreu, innen in moderner Gestalt
Nutzung: Evangelische Kirche

Matthäuskirche

Bild: Blick über den Straßen­bahnhof Walther­straße zur Matt­häuskirche


In der Gruft der Matthäuskirche befindet sich das Grab des berühmten Barock-Baumeisters Matthäus Daniel Pöppelmann (1662-1736), der großartige Dresdner Bauwerke wie den Zwinger und das Taschenbergpalais schuf.

Historische Friedhöfe der Friedrichstadt

Die Dresdner Friedrichstadt verfügt über drei bedeutende historische Friedhöfe:
Kapelle des Alten Katholischen Friedhofes
Auf dem Alten Katholischen Friedhof (Inneren Katholischen Friedhof) sind zahlreiche wertvolle Grabmale des Barock, des Rokoko und des Klassizismus zu sehen. Die Kapelle (s. Bild) entstand erst im Jahr 1842.
Kaisertochter Maria Josepha, die Gemahlin von Kurfürst Friedrich August II. von Sachsen (zugleich König August III. von Polen), konnte im Ehevertrag die Gründung dieses katholischen Friedhofes im protestantischen Dresden durchsetzen. Vorher waren namhafte katholische Sachsen unter anderem im Kloster St. Marienstern beigesetzt worden.

Das an der Nordseite des Friedhofes hinter der Kapelle gelegene Grabmal von Carl Maria von Weber (1786-1826) beruht auf Entwürfen von Gottfried Semper. Die sterblichen Überreste des berühmten Komponisten waren 18 Jahre nach dessen Tod auf Veranlassung Richard Wagners von England nach Dresden überführt worden.

In den Grabreihen des Alten Katholischen Friedhofes ruht der große Dresdner Barock-Bildhauer Balthasar Permoser (1651-1732). Die Kreuzigungsgruppe des Grabes stammt von dessen eigener Hand. Für deren Sicherung wurde die Kapelle im Jahr 1914 erweitert.

Auf dem Alten Katholischen Friedhof sind auch der Direktor der Kunstakademie Giovanni Battista Casanova (1730-1795; der Bruder des berühmten Abenteurers) und der Maler Gerhard von Kügelgen (1772-1820) bestattet. An der Ostmauer ruhen der Feldmarschall Johann Georg Chevalier de Saxe (1704-1744; ein unehelicher Sohn von August dem Starken und dessen Mätresse Gräfin Lubomirska) und die Pianistin Mary Krebs (1851-1900), an der Westmauer der Tenor Joseph Tichatschek (1807-1886), der Musiker Anton Dreyssig (1774-1815) und der Dichter der Romantik Friedrich von Schlegel (1772-1829). Auch Johann Georg von Sachsen, der Bruder des letzten sächsischen Königs, fand hier seine letzte Ruhestätte. Zu den Gräbern polnischer Emigranten gehören die des Dichters Kazimierz Brodzinski und des Generals Stanislaw Skarbek-Woyczynski. In einem Gemeinschaftsgrab ruhen von den Nationalsozialisten ermordete katholische Priester. Auch der Probst der Katholischen Hofkirche Wilhelm Beier, der bei den Bombenangriffen im Februar 1945 umkam, ist auf dem Alten Katholischen Friedhof bestattet.

Auf dem evangelischen Inneren Matthäusfriedhof ruhen u.a. Wilhelm Walther (1826-1913), der Schöpfer des Fürstenzuges, und der berühmte Konstrukteur und Professor an der Technischen Bildungsanstalt Johann Andreas Schubert (1808-1870), der u.a. die erste deutsche Lokomotive "Saxonia" und das erste sächsische Personendampfschiff konstruierte.

Auf dem an der Bremer Straße gelegenen Äußeren Katholischen Friedhof (Neuen Katholischen Friedhof) ist unter anderem das Grab des bedeutenden Malers der Romantik Ludwig Richter (gest. 1884) zu finden. Er war im Jahr 1803 in der Friedrichstadt, im großen Gartenhaus Friedrichstraße 44, geboren worden.

nach oben|Impressum