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  Dresden − Stadtzentrum & Stadtteile

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Industriegasse, Kohlenbahnhof

Zahlreiche Industriebetriebe, Lagereinrichtungen und Anschlussgleise gaben dem zwischen der Wilsdruffer Vorstadt, der Südvorstadt, Löbtau und der Friedrichstadt gelegenen Gewerbe- und Industriegebiet seit seiner Entstehung ein besonderes Gepräge. Man spricht auch von der Industriegasse des Dresdner Westens.

Der Fluss Weißeritz und der Weißeritzmühlgraben (der im Bereich Biedermannstraße von der Weißeritz abzweigte und nahe der Kleinen Packhofstraße in die Elbe mündete) lieferten bis zum 19. Jahrhundert die Wasserkraft für viele der hier betriebenen Manufakturen und Mühlen. Dann übernahm die durch Steinkohlefeuerung erzeugte Dampfkraft den Antrieb der Maschinen. Die Steinkohle kam mit der Kohlenbahn aus dem Freitaler Revier.

Nachdem im Jahr 1853 die Böhmische Bahn mit dem Böhmischen Bahnhof (heute Hauptbahnhof) fertiggestellt war, baute eine Aktiengesellschaft bis 1855 die später Albertbahn genannte Eisenbahnstrecke Tharandt-Dresden. Sie diente damals vor allem dem Kohletransport aus dem Freitaler Revier nach Dresden und zu den Verschiffungsplätzen an der Elbe. Nach Süden verlängerte man sie später bis zum Vogtland. Im Jahr 1868 übernahm der sächsische Staat die Albertbahn. Am Ort des Endbahnhofes an der Kunadstraße entstand ein großer Güterbahnhof.

Die Kohlenbahn zweigte am Güterbahnhof von der Albertbahn ab und führte zum Kohlenbahnhof, der sich zwischen dem ehemaligen Weißeritzlauf und der Freiberger Straße befand. Von hier verliefen Anschlussgleise bis zu dem an der Elbe westlich der Marienbrücke gelegenen Kohle-Einschiffungsplatz und zum Ausschiffungsplatz in der Wilsdruffer Vorstadt.

An der Fabrikstraße war in den 1890er Jahren eine der damals größten Fabriken Dresdens in Betrieb, die Siemenssche Glasfabrik. In dieser Gegend am damaligen Stadtrand fanden auch großflächige Anlagen der Lagerwirtschaft und des Fuhrwesens, z.B. große Kohlelager, Platz.

Wohnhäuser entstanden hier zumächst nur wenige. Am Ebertplatz baute man mit Mansarden ausgestattete Mietskasernen sowie Stallungen und andere Nebengebäude. Aus der Frühzeit des Dresdner genossenschaftlichen Wohnungsbaus stammt der im Jahr 1910 vom Dresdner Spar- und Bau-Verein geschaffene Wohnblock zwischen der Saxoniastraße und dem Ebertplatz.

Heizkraftwerk an der Nossener Brücke nach dem UmbauDas Heizkraftwerk an der zwischen 1960 und 1964 neu gebauten Nossener Brücke am Bahngelände ist ein in den Jahren 1961 bis 1966 errichteter Kompaktbau mit 140 m hohen Schornsteinen. Vor einigen Jahren erfuhr es eine umfassende Erneuerung.

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