Dresden und Sachsen Startseite | Inhaltsverzeichnis
Landkarte | Einführung
Geschichte | Dresden | Umland
Oberlausitz | Literatur | Glossar
Register | Links | Impressum

  Dresden − Stadtzentrum & Stadtteile

Übersicht | Einführung | Stadtgeschichte | Kunstsammlungen | Schlosskomplex | Theaterplatzbereich | Brühlsche Terrasse | Neumarktbereich | Altmarktbereich | Innere Vorstädte | Innere Neustadt | Elbe, Elbbrücken | Stadtteile Nordwest | Stadtteile Nord | Stadtteile Nordost | Stadtteile Ost | Stadtteile Südost | Stadtteile Süd | Stadtteile Südwest | Stadtteile West
Innere Vorstädte:   Geschichte | Wilsdruffer Vorstadt | Seevorstadt | Pirnaische Vorstadt | Postplatz, Schauspielhaus | Annenkirche | Ostra−Allee, Marstall, Orangerie | Landtag | Erlweinspeicher | Kongresszentrum | Prager Straße | Hauptbahnhof | Bürgerwiese | Hygiene-Museum | Großer Garten | Botanischer Garten | Zoo | Gläserne Fabrik

Bürgerwiese • Blüherpark • Güntzwiesen

Mit der Bürgerwiese (10 ha), dem Blüherpark (5,9 ha), den Güntzwiesen (7,4 ha, mit den Sportanlagen) und dem Großen Garten (180 ha) verfügt Dresden über eine enorm große zusammenhängende Grünanlage im Stadtinneren südöstlich der Altstadt.

Bürgerwiese

Die Bürgerwiese erstreckt sich zwischen dem Georgplatz und dem Großen Garten entlang der gleichfalls "Bürgerwiese" genannten Straße. Sie ist in der feuchten Niederung des ehemaligen Seidnitzer Elbe-Altarmes gelegen und wird vom Kaitzbach durchflossen. Diese erstmals im Jahr 1469 erwähnte Grünfläche fand schon in früher Zeit eine Nutzung als Wiesen- und Weideland. Hier entstand Dresdens erste Gartenanlage. Nach 1763 wurde die Bürgerwiese in einen Englischen Landschaftsgarten umgestaltet, von dessen Ausstattung heute allerdings nur noch wenig vorhanden ist.

Bürgerwiese im Herbst

Bilder: Grünanlage Bürgerwiese mit Bach- und Teichanlagen im Herbst


Bürgerwiese im Herbst

Zwischen 1843 und 1850 schuf Hofgärtner Carl Adolf Terscheck auf dem Innere Bürgerwiese genannten Gelände eine künstlerische Parkanlage mit reichem Skulpturenschmuck. Ab 1857 erweiterte die Stadt die Grünanlagen nach Osten. Die Pläne hierfür stammten vom bekannten Gartengestalter Peter Joseph Lenné (der z.B. auch den Park in Potsdam-Sanssouci schuf). Um die Anlage mit einem Bachlauf zu bereichern, ließ Lenné den Kaitzbach verlegen. Diese Äußere Bürgerwiese war 1863 fertiggestellt. Zu Ehren des Schöpfers der Grünanlage heißt der ehemalige Environweg seit 1874 Lennéstraße. Zwischen 1865 und 1869 erweiterte Gustav Friedrich Krause die Grünanlage schließlich bis zu dem seit 1861 bestehenden Zoologischen Garten.

Nach dem im Jahr 1829 vollendeten Abbruch der Stadtfestung ließen sich wohlhabende Dresdner Bürger vornehme Wohnhäuser an der Westseite der Bürgerwiese errichten. Später entstand hier ein großes Viertel mit prächtigen Villen und Palais, auch solchen des Königlich-Sächsischen Hofes. Sie alle fielen im Februar 1945 den englischen und amerikanischen Bombenangriffen zum Opfer.

Skulptur "Zwei Mütter" in der Grünanlage Bürgerwiese
In der Grünanlage Bürgerwiese sind zahlreiche wertvolle Großplastiken zu sehen, z.B. die Marmorskulptur Venus und Amor (1886, Theodor Heinrich Bäumer), der aus weißem Marmor bestehende Nymphenbrunnen (1908, Bruno Fischer) und die an den bekannten Dresdner Dichter erinnernde Otto-Ludwig-Büste (1901, Arnold Kramer).


Bild: Zum Figurenschmuck der Bürgerwiese gehört die Bronzeplastik Zwei Mütter (1899-1902, Akademieprofessor Heinrich Epler) mit der Darstellung einer Menschen-Mutter und einer Tiger-Mutter bei der Rettung ihrer Kinder vor den Wasserfluten.


Mozartbrunnen in der Grünanlage Bürgerwiese

Bild: Mozartbrunnen (1907, Berliner Bildhauer Hermann Hosaeus) mit drei vergoldeten Bronzefiguren - den um einen Mozart-Gedenkstein tanzenden drei Grazien "Anmut", "Heiterkeit" und "Ernst" (1991 von Bildhauer Eberhard Wolf rekonstruiert)


Blüherpark (ehem. Zinzendorfgarten)

Blüherpark
Kurfürst Johann Georg III. von Sachsen ließ im Jahr 1683 für die von ihm verehrte Gräfin von Zinzendorf einen Barockgarten (Französischen Garten) anlegen. Nach 1763 erfuhr der Zinzendorfgarten, wie damals auch die meisten anderen Dresdner Barockgärten, eine Umgestaltung in einen Englischen Landschaftspark. Bis 1918 wohnte der zweitgeborene Sohn des sächsischen Königshauses hier in einer Villa.
Nach dem Ende der sächsischen Monarchie (1918) erwarb die Stadt Dresden den Zinzendorfgarten und legte hier im Jahr 1927 einen Park an. Dessen Name Blüherpark erinnert an Bernhard Blüher, Dresdner Oberbürgermeister von 1915 bis 1931.

Einen Teil des Geländes stellte die Stadt für den Bau des Hygiene-Museums (1928-1930) zur Verfügung. Dieses legte hier einen mit Barockvasen geschmückten Pflanzengarten mit Arznei-, Gift- und Gewürzpflanzen an.

Güntzwiesen

Im Jahr 1896 erwarb die Stadt die östlich von Bürgerwiese und Blüherpark gelegenen Güntzwiesen und errichtete hier mehrere Sport- und Erholungsstätten wie die im Jahr 1923 gebaute Ilgen-Kampfbahn (heute Dynamo-Stadion) und das 1926 errichtete Georg-Arnhold-Bad.

nach oben|Impressum