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Stadtteil Rochwitz

Urkundliche Ersterwähnung: 1378 als Rochewicz (altsorbisch: "Dorf des Roch"), Eingemeindung nach Dresden: 1921

Der Ort Oberrochwitz (Altrochwitz) ist in einer Wiesenmulde auf der sich zwischen dem Loschwitzgrund und dem Wachwitzgrund erstreckenden Hochfläche gelegen. Das Angerdorf unterstand dem Rittergut Helfenberg. Später kam die Häuslersiedlung Niederrochwitz zur Gemeinde hinzu, ab 1884 auch Neurochwitz. Das ehemals gutseigene Rochwitzer Tännicht wurde ab 1832 als Staatsforst bewirtschaftet.

Die im Nordwesten des Ortes gelegenen Gutsgebäude brannten im Jahr 1869 ab. Als Ersatz errichtete man etwa 100 m vom Dorfplatz entfernt ein Gebäude, das dann als Gasthof diente. Einige der alten bäuerlichen Anwesen blieben erhalten, darunter Altrochwitz 9 mit einer großen Rundbogendurchfahrt und dem Schriftzug "IGP 1807" im Schlussstein des Hoftores.

Im Jahr 1882 baute sich Rochwitz ein eigenes Schulgebäude. Die nach Loschwitz führende Krügerstraße besteht seit 1893. Ab 1937 wuchs an der Hutbergstraße, dem ehemaligen Kirchweg (Leichenweg), eine Kleinhaussiedlung heran.

Die Bühlauer Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft betrieb auf der Rochwitzer Flur ab den 1970er Jahren vor allem Gärtnerei und Geflügelintensivhaltung (Masthähnchen­ und Eierproduktion).

Im Bereich des an der Tännichtstraße im Loschwitz-Bühlauer Grund (nahe der Grundstraße) gelegenen Ortes Niederrochwitz gab es schon in der Mitte des 16. Jahrhunderts eine kleine Häuslersiedlung. Die Gebrüder Pietzsch begannen im Jahr 1884 hier im "Busch" mit der Erweiterung der (im Volksmund "Kamerun" genannten) Neurochwitzer Siedlung. Der Zweibrüderweg erinnert an diese beiden Maurermeister. An der Grundstraße steht die Gaststätte "Zur Eule", deren Fachwerk-Obergeschoss mit originellen Haussprüchen geschmückt ist. Die Jahreszahl 1827 im Türsturz bezieht sich wahrscheinlich auf einen Umbau. Auch das benachbarte Gebäude zeigt sich als schönes Fachwerkhaus.

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